Agrarrohstoffe – mit dieser Anlage eine gute Ernte einfahren

Agrarrohstoffe sind Rohstoffe, die aus landwirtschaftlicher Produktion stammen und vom Menschen im Nahrungs- und Futterbereich und als nachwachsende Rohstoffe verwendet werden. Nicht in diese Rohstoffgruppe gehören forstwirtschaftlich produzierte Rohstoffe, etwa Holz sowie Gemüse- und Obstpflanzen, die vor allem für den direkten Verzehr bestimmt sind. Der Begriff Agrarrohstoffe, auch Soft Commodities genannt, wird in der Finanzwelt als Überbegriff für die entsprechende Gruppe von Handelswaren verwendet. Zu den Agrarrohstoffen gehören vor allem Getreidearten wie Reis, Weizen, Mais, Hirse, Roggen, Hafer und Gerste sowie Hackfrüchte wie Kartoffeln, Zuckerrüben und Zuckerrohr. Auch Ölpflanzen wie Raps, Erdnuss und Soja bzw. die aus ihnen gewonnenen Pflanzenöle sind als Agrarrohstoffe bedeutsam. Hinzu kommen nachwachsende Rohstoffe, die auf landwirtschaftlichen Flächen angebaut werden, wie beispielsweise Baumwolle und Kautschuk.

Agrarrohstoffe als Investment

AgrarrohstoffeDer Handel mit Agrarrohstoffen ist bei vielen Anlegern noch nicht so bekannt wie zum Beispiel der Handel mit Rohöl oder Edelmetallen. Die Agrarrohstoffe haben häufig eines gemeinsam: In der Regel kommen sie aus armen Erzeugerländern und werden von reichen Ländern importiert. Hauptsächlich bei Kaffee und Kakao ist dies der Fall. Je mehr der Reichtum und Wohlstand eines Landes steigt, desto höher wird auch der Verbrauch von Genussmitteln sein. Angefangen bei Kaffee und Zucker bis hin zum Verbrauch von Rind- und Schweinefleisch ist die Nachfrage nach diesen Rohstoffen einer der besten Indikatoren, um aufstrebende Volkswirtschaften auszumachen. China und vor allem Indien fragen bereits sehr stark international Güter aus dem Bereich der Soft Commodities nach. Diese Nachfrage können sie oft durch die Produktion im eigenen Land nicht befriedigen.

Wie investiert man in Agrarrohstoffe?

Agrarrohstoffe werden sowohl von Spekulanten als auch von Agrarwirten aktiv gehandelt. Dem interessierten Anleger bietet sich eine Fülle von Anlagemöglichkeiten. Ob mit Rohstoff-Fonds indirekt, ETFs, Basket-Fonds, Basket-ETFs, Zertifikaten auf Rohstoffkörbe oder einzelne Agrarrohstoffe, ob über Hebelzertifikaten, Optionen oder CFDs – es gibt viele Möglichkeiten, sich aktiv am Markt der Soft Commodities zu beteiligen.

Was ist beim Investment in Agrarrohstoffe zu beachten?

Manche Agrarrohstoffe sind sehr vom Klima abhängig. Eine Dürreperiode in Brasilien kann den Kaffeepreis drastisch in die Höhe schnellen lassen, da das Land am Amazonas der größte Kaffee-Exporteur der Welt ist. Hurrikans in Florida finden bei Investoren, die in Orangensaft anlegen, besondere Beachtung. Jeder tropische Sturm, der die Ernten in dem Sonnenstaat gefährdet, beflügelt sofort die Kurse. Noch kurioser ist der Preis des Kakaos. Schokolade ist weltweit eines der beliebtesten Nahrungsmittel, und so spielt der Kakao eine bedeutende Rolle. Was aber wenige wissen: Fast vier Fünftel des Kakaos, der weltweit auf die Märkte kommt, stammt aus einem einzigen Land, das von politischen und wirtschaftlichen Krisen regelmäßig heimgesucht wird: aus der Elfenbeinküste. Wenn dort die Regierung hustet, beginnen sich die Schweizer Chocolatiers Sorgen zu machen.

Der Anleger muss genau die jeweils zugrunde liegenden Basiswerte beachten. Jeder Agrarrohstoff hat seine spezifische Marktregel. Zunächst ist es für Privatanleger ratsam, auf mehrere Rohstoffe zu setzen und nicht auf die Entwicklung einzelner, spekulativer Preiskurven. Vielversprechend sind etwa Indexzertifikate, in denen Agrarrohstoffe nach ihrer weltweiten wirtschaftlichen Bedeutung gewichtet werden.

Bildquelle: pixabay.com – © by Hans

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