Anlagetipp Briefmarken – eine Wertanlage für Experten

Seit geraumer Zeit gilt der Anlagetipp in Briefmarken als eine Alternative zu Aktienfonds und Wertpapieren. In Sachwerte zu investieren, ist dabei ein Trend, der nicht nur Sammler interessiert – auch Anleger finden immer mehr Gefallen an dieser Art der Geldanlage. Neben Immobilien, Edelmetallen und -steinen, Kunstobjekten und Oldtimern finden sich dabei immer häufiger Briefmarken als Gegenstand der Diskussion.

Zahlen und Fakten zum Anlagetipp Briefmarken

briefmarkenWer einem Investment in Briefmarken skeptisch gegenübersteht, der kann meist mit einem Blick auf die aktuellen Zahlen umgestimmt werden. Allerdings sei angemerkt, dass ein Investment in Briefmarken eine gewisse Erfahrung und viel Geduld voraussetzt. Briefmarken steigen nur allmählich im Wert und auch nur bestimmte Exemplare, die als besondere Einzelstücke von sich reden machen oder aus einem gefragten Spezialgebiet kommen.

Das Sammeln von Briefmarken ist ein anerkanntes Hobby, das sich durchaus bezahlt machen kann. Wer sich über die aktuelle Preisentwicklung gefragter Briefmarken informieren möchte, sollte einen Blick in den SG-100 Rare Stamp Index des britischen Briefmarken- und Münzhändlers Stanley Gibbons werfen. In dem weltweit anerkannten “Dax für Briefmarken“ sind hundert gesuchte Raritäten enthalten. Man erhält Aufschluss über die Wertsteigerung einzelner Briefmarken von der Auflegung bis zum heutigen Datum. Bemerkenswert für Sachwert-Investoren und Sammler ist die Tatsache, dass in einem Zeitraum von zwölf Jahren (Anfang 2000 bis Anfang 2012) eine durchschnittliche Rendite von 103 Prozent der gelisteten Briefmarken erzielt werden konnte. Ein Trend, der nach wie vor anhält.

Welche Briefmarken eignen sich als Anlage?

Im Folgenden eine Empfehlung für Sammler, die gleichzeitig eine renditeversprechende Kapitalanlage im Blick haben:

  • Einsteiger und Kleinanleger bis 5.000 Euro Investitionswert:
    kleinere exklusive Sammlungen mit dem Schwerpunkt Altdeutsche Staaten (vor 1871), Deutsches Reich (bis 1945) oder Bundesrepublik Deutschland (ab 1949)

  • Sammler und Anleger mit einem Investitionsvolumen bis 20.000 Euro:
    besondere Einzelstücke aus deutschsprachigen Sammelgebieten, zum Beispiel Briefe mit seltenen Frankaturen

  • Philatelisten und Investoren, die mehr als 20.000 Euro für seltene Briefmarken berappen wollen:
    Spezialsammlungen rund um einzelne Markenausgaben oder komplette Kollektionen, die einen roten Faden haben, beispielsweise auf erstklassigen Stempel fokussieren

Briefmarken, die als Anlage von sich reden machten

Zu einer der bekanntesten Briefmarken, die durch eine exorbitante Wertsteigerung für Aufsehen sorgte, gehört die Audrey Hepburn-Wohlfahrtsmarke. Diese Briefmarke mit einer rauchenden Audrey Hepburn, die heute als die wertvollste moderne Briefmarke der Welt gilt, wurde nach einem Veto der Familie eingestellt. Dennoch gelangten einige Marken in Umlauf, die 2001 für 1,10 D-Mark plus 0,50 D-Mark Zuschlag (0,56 plus 0,26 Euro) erhältlich waren. Ein Wiesbadener Auktionshaus versteigerte eine Briefmarke im Jahr 2008 für sagenhafte 58.000 Euro – ein Glücksfall für den Besitzer. Und kein Einzelfall.

Vor einiger Zeit wurde in einer deutschen Auktion ein 12er-Briefmarkenblock unter dem Namen „Der Schwarze Einser“ für sagenhafte 320.000 Euro verkauft. Der Grund: Eine Marke in diesem bayerischen Block stand auf dem Kopf. Dies sind einige Highlights, aber auch Ausnahmen in der Welt der Briefmarken.

Briefmarken – ein langfristige Anlage und ein intensives Hobby

Wer sich heute ernsthaft als Sammler betätigt und das Ziel verfolgt, mit Briefmarken eine lukrative Anlage zu schaffen, sollte sich zunächst ein unverzichtbares Fachwissen aneignen. Auch ist eine Spezialisierung sehr wichtig, um eine werthaltige Sammlung aufzubauen. Nicht zuletzt sollte man sich auch vor Betrügern schützen, die gefälschte Briefmarken als Anlage in Umlauf bringen.

Bildquellen: pixabay.com – © by WikiImages

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