Auch für mittelständische Unternehmen sind Investor Relations ein Thema

Investor Relations sind nicht nur für die Großkopferten und Global Player ein gewichtiges Thema. Auch mittelständische Unternehmen, die ihre Marke auf dem internationalen Parkett positionieren und neue Investoren an sich binden wollen, müssen sich daran gewöhnen, neue Wege in der Finanzkommunikation zu gehen. Wollen mittelständische Unternehmen aus dem SDax, TecDax oder MDax hierzulande weiter wachsen und soll der Wert der eigenen Aktie steigen, können sie mittlerweile nicht mehr auf die Nachfrage aus dem Inland hoffen. Vielmehr geht es beim Thema Investor Relations darum, sich den internationalen Gegebenheiten zu öffnen und dahin zu gehen, wo sich mögliche Investoren befinden.

mittelstand investorenMit Roadshows bauen mittelständische Unternehmen Kontakt zu Investoren auf

Die börsennotierten Mittelständler haben erkannt, dass der deutsche Investorenmarkt für eine kontinuierliche Wachstumssteigerung mittlerweile viel zu klein geworden ist. Es gibt sie zwar noch vereinzelt, die Investoren aus Deutschland, die in mittelständische Unternehmen investieren, doch diese Gruppe ist überschaubar. Um den Bereich Investor Relations auf eine neue Stufe zu stellen, bedarf es deshalb neuer Kommunikationswege. Roadshows sind zwar kein brandneues Allheilmittel, doch führt man sie auch heute noch effektiv durch, kann man sich designierten Investoren deutlich besser präsentieren und hat die Möglichkeit, direkt in Kontakt zu treten.

Derartige Maßnahmen müssen allerdings gezielt vorbereitet werden. Die aufwendige Investor Relations-Arbeit im Ausland ist nämlich nur dann sinnvoll, wenn man sich in den Ländern, Städten und Regionen aufhält und um Investitionen wirbt, die sich für das eigene Produkt beziehungsweise die angebotenen Dienstleistungen auch tatsächlich interessieren. Haben mittelständische Unternehmen erst einmal analysiert, wo sich die interessierte Investorengemeinde befindet, sollte man Roadshows und weitere Kommunikationsmaßnahmen vor Ort durchführen. So lassen sich auch bestehende Investorenbeziehungen intensivieren. Und herrscht zwischen Emittent und Investor ein gutes Klima, wirkt sich dies positiv auf das Unternehmen und letztlich auch auf den Marktwert aus.

Investor Relations-Arbeit effizient planen

Achten sollten die Unternehmen aus dem Mittelstand allerdings darauf, dass die Kosten für eine mögliche Geschäftsanbahnung und Investorensuche nicht ausufern. Roadshows sind zwar ein hilfreiches Hilfsmittel bei der Investor Relations-Arbeit, doch Kosten und Nutzen sollten dennoch stets im Einklang sein. Können und wollen sich mittelständische Unternehmen regelmäßige Roadshows nicht leisten, hat sich mit dem sogenannten Online-Targeting eine Alternative aufgetan, die deutlich günstiger ist. Hierbei werden mit bestehenden und möglichen Investoren Videokonferenzen durchgeführt. Auf diese Weise kann man kostengünstig kontinuierlich Kontakt halten und darlegen, wohin die Reise mit dem eigenen Unternehmen gehen soll. Es ist jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Maßnahme auch beim Erstkontakt fruchtet. Daher ist es doch ab und an notwendig, dass sich mittelständische Unternehmen im Zuge ihrer effektiven Investor Relations-Arbeit auf den Weg machen und dort für sich werben, wo sich der Investor aufhält.

Bildquelle: pixabay.com – © by geralt

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