Bargeld, eine Aussterbende Rasse

Bargeld-130x105 in Bargeld, eine Aussterbende RasseBereits seit Jahren gibt es Anstrengungen einer immer größeren werdenden Lobby Bargeld vollständig abzuschaffen. Insbesondere in Schweden wird bereits seit Jahren systematisch die Bevölkerung auf ein Leben ohne Bargeld vorbereitet. Bargeld hat Risiken, es verleitet zu Raub oder kann verloren gehen, Bargeld ist schlecht. Dieses Argument wird auch immer stärker in Deutschland und der EU aufgegriffen, um die Nachteile von Bargeld herauszustreichen. „Wer Bargeld hat, hat etwas zu verbergen“ behauptete Maria Löök von der schwedischen Bankgewerkschaft, was bereits im Sommer 2010 im Spiegel zu lesen war. Angst zu schüren vor etwas, ist schon immer eine sehr beliebte Möglichkeit der Politik gewesen, die Bevölkerung zu manipulieren.

Es stimm, dass der Bargeldlose Zahlungsverkehr seine Vorteile hat, der Staat freut sich, dass kein Steuersünder mehr ihm entkommt, die Banken freuen sich, dass sie liquide sind und der Verbraucher freut sich seiner Bequemlichkeit wegen. Neue Vorstöße in der Technik erleichtern das bargeldlose Bezahlen. Für den Austausch kleinere Beträge wird in Zukunft die Technik NFC (Near Field Communication) sorgen, dies ist eine Funktechnik, die in Sekunden das Geld transferieren soll, ohne PIN oder TAN. Sicherheit soll der schnelle Abbruch bringen, wenn sich der Kunde bereits 4cm vom Terminal wegbewegt hat.

Auch neue Gesetze, die eine Barzahlung ab bestimmten Beträgen verbieten, tragen zur Abschaffung des Bargeldes bei. In Italien darf seit Dezember 2011 keine Beträge mehr über 1000 Euro bar bezahlt werden, in Griechenland gibt es ein ähnliches Gesetz mit der Grenze von 1500 Euro.

 

Betrachtet man die rasante Entwicklung im Bargeldlosen Zahlungsverkehr, kann einem Angst und Bange werden. Erst seit 1960 wurde für Privatpersonen ein Girokonto interessant. Vor 20 Jahren gab es noch die sogenannte Lohntüte, in der der Lohn bar ausgezahlt wurde. Die Einkäufe über Kreditkarten, Bezahlkarten etc., wie es bereits seit Jahren in den USA üblich ist, werden hierzulande immer häufiger. Es ist daher sehr realistisch, dass immer weniger Bargeld benutzt wird. Sich das ganze Vorzustellen ist allerdings sehr viel schwerer: als Oma mal eben dem Enkel 5 Euro zustecken? Dem Musikanten an der Straße ein bisschen Kleingeld in den Hut werfen? Unser Verhalten würde sich den gegebenen Umständen anpassen.

 

Für die Staaten und die Banken hat der Bargeldlose Zahlungsverkehr viel mehr Vorteile, als dieser für den kleinen Endverbraucher hat. Dieser kann noch besser kontrolliert und beobachtet werden, da ja jegliche Ausgaben protokolliert und gespeichert werden. George Orwell hat mit seinem Roman «1984» wohl doch recht gehabt und sich nur um ein paar Jahrzehnte vertan.

Besonders viele Vorteile hat aber die Bank. Geld wächst nicht, Geld kann nicht angebaut werden. Die Geldschöpfung erfolgt durch Schulden oder aus dem Nichts. Elektronisches Geld ist eigentlich kein Geld, sondern nur das Anrecht auf reales Geld. Würden viele Menschen zu Ihrer Bank laufen und ihr Guthaben fordern, könnten die Banken dieses nicht auszahlen. Dies würde bedeuten die entsprechenden Banken ist Bankrott. Das System funktioniert aktuell, weil wir den Banken vertrauen, dass wir das Geld auch bekommen würden. Problem ist allerdings, dass durch den steigenden bargeldlosen Zahlungsverkehr, immer weniger Bargeld im Verhältnis zum elektronischen Geld im Umlauf ist und vertrauen haben mittlerweile die wenigsten in die Banken.

 

 

 

 

 

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