Bausparen als sichere Geldanlage

Beim Bausparen zahlt man monatlich eine bestimmte Summe auf ein spezielles Bausparkonto ein. Dafür erhält man attraktive Zinsen und eine staatliche Prämie. Wenn dann der Sparteil angespart ist, kann man ein Bauspardarlehen in gleicher Höhe für die eigenen vier Wände in Anspruch nehmen. Die Laufzeit beträgt meist sieben Jahre. Will man also in Zukunft bauen, kaufen, modernisieren oder renovieren, kann man sich jetzt schon die niedrigen Sollzinsen für das spätere Darlehen sichern.

bausparen als geldanlageVorteile beim Bausparen

Sicherheit gilt für viele Anleger als das oberste Gebot für eine Geldanlage. Sowohl bei Aktien als auch bei Fonds trägt man das Risiko eines Verlusts. Entweder durch eine schlechte Börsenstimmung oder eine schwächelnde Konjunktur besteht die Möglichkeit von Wertminderung. Beim Bausparen dagegen hat man eine Kapitalgarantie, eine feste Verzinsung und eine festgelegte Auszahlung seiner Investition. Man kann also sicher kalkulieren und nach und nach sein Vermögen aufbauen. Im kurzfristigen Rendite-Vergleich haben Aktien und Fonds die Nase vorn. Doch langfristig kann man beim Bausparen durch die staatliche Förderung über fünf Prozent erzielen. Nur wenige Aktien und Fonds schaffen so eine Rendite konstant und über sieben Jahre hinweg. Wohl auch deswegen ist der Bausparvertrag nach dem Sparbuch die beliebteste Geldanlage der Deutschen.

Bausparen und zusätzliches Geld vom Staat bekommen

Kaum eine andere Anlageform wird so vom Staat bezuschusst wie das Bausparen. Gerade Auszubildende und Berufseinsteiger mit niedrigem Einkommen können hier profitieren. Für Singles mit einem Jahreseinkommen von bis zu 17.900 Euro brutto gibt es die Arbeitnehmersparzulage, bei der Arbeitnehmer bis zu 43 Euro im Jahr vom Staat geschenkt bekommen. Bis zu 45 Euro gibt es bei der Wohnungsbauprämie, wenn das Jahreseinkommen eines Singles unter 25.600 Euro brutto liegt. Bei Verheirateten verdoppeln sich die Zuschüsse und auch Kinder bringen weitere Förderungen.

Nachteile beim Bausparen

Die größten Nachteile beim Bausparen sind die mickrigen Zinsen und die zum Teil hohen Abschlussgebühren. Will man sich kurzfristig einen Immobilienwunsch erfüllen, ist man mit einem Bankkredit besser bedient. Außerdem kann die kurze Tilgungsdauer Probleme bereiten. Laut Gesetz muss das Darlehen innerhalb von sieben bis elf Jahren zurückbezahlt werden.

So macht man beim Bausparen alles richtig

Wenn man bald bauen will, muss man eine höhere monatliche Summe aufbringen. Hat man noch keine festen Pläne für das Eigenheim, kann man entweder niedrigere Beträge vereinbaren oder durch eine längere Laufzeit die Endsumme erhöhen. Von der Bausparkasse bekommt man zwei Anträge für die staatliche Förderung zugeschickt. Den Antrag für die Wohnungsbauprämie sendet man an die Bausparkasse zurück. Der Antrag für die Arbeitnehmersparzulage wird mit der Einkommensteuererklärung beim Finanzamt eingereicht.

Das Bausparguthaben wächst so einfach und kontinuierlich an. Das gesparte Geld wird erstens verzinst und zweitens womöglich staatlich bezuschusst. Nach Ende der Laufzeit erhält man das angesparte Guthaben und das Baudarlehen. Wer diesen Baukredit nicht in Anspruch nehmen will, kann sich das angesparte Darlehen auch auszahlen lassen.

Will man nach Ende der Laufzeit noch weitersparen, gibt es oft gute Angebote. Manche Bausparkassen locken mit der Möglichkeit, die Zinsen rückwirkend zu verdoppeln und die Abschlussgebühren zurückzuerstatten. Man schafft also ein Grundkapital für eine zukünftige Investition und die Guthaben sind zur Not auch kurzfristig verfügbar.

Fazit zum Bausparen

Wie auch bei anderen Anlageformen gilt es, sich umfassend zu informieren. Interessenten müssen einiges beachten: Guthaben- und Darlehenszins, Abschlussgebühr und Tilgungsbetrag. Der Guthabenzins beim Bausparen ist nicht berauschend, aber die staatlichen Prämien erhöhen die Attraktivität. Bausparen bietet sich vor allem beim Blick aufs Alter an. Inzwischen weiß wohl jeder, dass das Versprechen, unsere Rente sei sicher, nicht mehr gilt. Was könnte die Sorgen wegen drohender Altersarmut mehr lindern als ein eigenes Heim?

Bildquelle: pixabay.com – © by Hans

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