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Riester-Rente – ein Schnäppchen oder Augenwischerei?

Zieht man zehn Jahre nach ihrer Einführung im Zuge der Rentenreform vom 2001/2 eine Riester-Rente Bilanz fragt man sich nicht nur im Finanzblog, ob es sich überhaupt lohnt zu riestern. Ursprünglich wurde die Riester-Rente eingeführt, um für den Verbraucher durch staatliche Zulagen und Sonderausgaben-Abschreibungsmöglichkeiten einen Anreiz zu schaffen, sich neben der gesetzlichen Rentenversicherung ein zweites Standbein in der Altersvorsorge aufzubauen. Eine der Regularien besagt, dass dem Sparer zum Auszahlungstermin zumindest das angesparte Kapital als Auszahlungsbetrag garantiert werden muss.

Riestern oder doch lieber nicht?

Neueste Erkenntnisse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), das zusammen mit Fachleuten der Friedrich-Ebert-Stiftung der Riester-Rente auf den Zahn gefühlt hat, geben den Zweiflern neuen Zündstoff. Ein Rechenexempel am Beispiel einer 35-jährigen Mutter von zwei Kindern stellt fest, dass diese beim Abschluss eines Riester-Rentenvertrags in 2011 noch mindestens 50 Jahre leben müsste oder länger, um die eingezahlten Beiträge mit einer Verzinsung von 2,5 Prozent wieder herauszuholen. Auf dieser Linie liegt auch der Hinweis des Chefs des Bundes der Versicherten, der die hohen Versicherungsvertrags-Abschlusskosten und Provisionen als einen Grund für die fehlende Rentabilität sieht.
Im Falle, ein Versicherungsunternehmen könnte nur noch die über den Garantiezins abgesicherten Mindestbeträge ausschütten, müsste besagte Versicherungsnehmerin das gesegnete Alter von 109 erreichen.

Die Riester-Rente ab 2012 – noch ein wenig unattraktiver?
Wer noch im Jahre 2011 einen Riester-Rentenvertrag abschließt, ist zumindest in diesem Punkt auf der sicheren Seite, er genießt Bestandsschutz und muss sich um die Neuerungen für 2012 nicht sorgen. Bei Verträgen ab 2012 wird die Garantieverzinsung nämlich von 2,25 auf schlappe 1,75 Prozent sinken, der Beginn der Rentenphase um zwei Jahre hinausgeschoben. Konnten Versicherungsnehmer bisher ab dem vollendeten 60. Lebensjahr die Leistungen aus der Riesterrente in Anspruch nehmen, wird dies ab 2012 erst zwei Jahre später möglich sein.

Wer sich jetzt beeilt, kann beide Veränderungen vermeiden. Vorher sollte er aber genau prüfen, ob diese Art der Altersvorsorge auf der Basis der Riester-Rente Bilanz tatsächlich die beste Wahl für seine individuelle Lebensplanung darstellt.

Für die Altersvorsorge Kapital aus der Lebensversicherung schlagen.

 
Das Thema der richtigen Altersvorsorge wird immer akuter und aktueller. Die zu erwartende Rente stagniert oder verringert sich sogar, noch nicht einmal ein Ausgleich der Inflation ist zu erwarten. Daher ist private Altersvorsorge das Gebot der Stunde.

Neben der allgegenwärtigen Riester-Rente gibt es auch noch andere Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge, zum Beispiel eine Lebensversicherung. Nach der Abschaffung des Steuervorteils für Lebenversicherungen stehen diese für die Altersvorsorge zwar nicht mehr im Fokus, können aber je nach persönlicher Situation durchaus gut für die Altersvorsorge geeignet sein.
Die kapitalbildende Lebensversicherung als Altersvorsorge
Die sogenannte kapitalbildende Lebensversicherung ist dabei besser als ihr aktueller Ruf. Bei dieser werden die Beiträge angespart und Rendite erwirtschaftet. Diese Rendite ist allerdings im Vergleich zu einer Investition in Investmentfonds oftmals geringer und nicht immer sehr transparent. Der große Vorteil eine kapitalbildenden Lebensversicherung ist aber das diese mit Sicherheit eine Rendite erwirtschaftet. Die höheren Rendite-Versprechen bei Investmentsfonds begründen sich nämlich vor allem im höheren Risiko, dieses kann durchaus auch zu Verlusten führen, wie es momentan aufgrund der Finanzkrise der Fall ist.
Dieses Risiko lässt sich mit der Lebensversicherung vermeiden, denn bei dieser wird einen Mindestbetrag als Ablaufleistung garantiert welche ausgezahlt werden muss. Wobei immer die Chance auf höhere Rendite besteht.
Eine kapitalbildende Lebensversicherung kann daher, in Kombination mit anderen Produkten, eine gute Basis für die sichere Altersvorsorge sein.

Sichere Altersvorsorge die Rürup Rente

Die wichtigste Einnahmequelle im Alter ist die gesetzliche Rente. Doch die schlechte demografische Entwicklung in Deutschland führt immer stärker dazu, dass die gesetzliche Rentenversicherung in große Schwierigkeiten kommt. Den Beitragszahlern steht eine immer größere Zahl an Rentnern gegenüber. Es bleibt also kaum eine andere Wahl, als sich privat um die Altersvorsorge zu kümmern.

Eine Möglichkeit privat vorzusorgen ist die Rürup Rente. Es handelt sich dabei um eine staatlich subventionierte Altersvorsorge, die im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht umlagefinanziert, sondern kapitaldeckend ist. Das heißt, die eingezahlten Beträge werden für die eigene Rente verwendet.

Seit 2005 können die Beiträge zu 60 Prozent von der Steuer abgesetzt werden und jährlich erfolgt eine Erhöhung um 2 Prozent. Durch den erhöhten Sonderausgabenabzug von jährlich 20.000,00 EUR ist die Rürup Rente besonders für Personen mit hohem Einkommen interessant beziehungsweise attraktiv.

Die Rürup Rente wird in Form einer fondsgebundenen oder konventionellen Rentenversicherungen angeboten. Das angesparte Kapital kann nicht gepfändet werden und wird daher auch nicht bei Arbeitslosengeld beziehungsweise Harz 4 angerechnet.

Finanztipps für den Ausbildungsbeginn – Riester und Berufsunfähigkeit

Pünktlich zum Start der Ausbildung hier der zweite Teil der Finanz-Tipps für den Ausbildungsbeginn. Dieses Mal mit dem Fokus auf die Zukunft und Absicherung während und nach der Ausbildung.

Riester-Rente für Azubis
Bereits mit dem ersten Gehalt besteht für Azubis die Möglichkeit für die Zukunft vorzusorgen, mit der Riester-Rente. Die jährliche Grundzulage in Höhe von 154 Euro ist sehr einfach zu erreichen, im ersten Ausbildungsjahr muss dafür nur der Mindestbeitrag von 60 Euro eingezahlt werden, da normalerweise davor keine Sozialversicherungspflicht bestand. Anschließend beläuft sich der Mindestbeitrag auf vier Prozent des Bruttoeinkommens des Vorjahres, bei einem jährlichen Einkommen von 8.000 Euro sind dies 320 Euro pro Jahr, abzüglich der Grundzulage bleiben dann 166 Euro Eigenanteil für die Absicherung im Alter.
Abgeschlossen werden kann ein Riester-Vertrag bei einer Bank oder Investmentgesellschaft, einer Versicherung oder einer Bausparkasse.

Berufsunfähigkeitsvorsorge für Azubis
Sobald die Ausbildung startet sind Azubis sozialversichert und haben damit grundsätzlich Anspruch auf Erwerbsminderungsrente wegen Arbeitsunfall. Unfälle in der Freizeit oder schwere Krankheiten sind allerdings nur abgedeckt wenn eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in 12 der letzten 24 Monate bestand. Zudem greift die Rente nur in vollem Umfang wenn keine Arbeit mehr möglich ist.
Im Gegensatz dazu zahlt eine private Berufsunfähigkeitsversicherung schon dann, wenn der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Daher ist diese empfehlenswert für Auszubildende, vor allem da ein früher Einstig günstige Beiträge zur Folge hat.