Energieeinsparverordnung 2014 – Deutschland soll effizienter heizen

energieeinsparverordnung 2014Es ist beschlossene Sache: Am ersten Mai tritt ein neues Gesetz in Kraft. Die sogenannte Energieeinsparverordnung soll bis Ende 2014 dafür sorgen, veraltete Heizungskörper in deutschen Häusern aus dem Verkehr zu ziehen. Die alten Heizkessel auf Öl- oder Gasbasis konsumieren unverhältnismäßige Energiemengen für ihre Leistung. Dem will die Bundesregierung nun mit der Energieeinsparverordnung 2014 Einhalt gebieten.

Diese Maßnahme ist sicherlich ein Zeichen unserer Zeit. In den vergangenen Jahren ist die Energiepolitik immer stärker in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Es geht bei dieser Maßnahme nicht einfach nur um den Kostenfaktor für die entsprechenden Hausbesitzer. Fossile Brennstoffe sind nicht regenerativ und werden dementsprechend irgendwann unweigerlich aufgebraucht sein. Daher erlässt der Gesetzgeber bereits 2014 diese Energieeinsparverordnung, um den Verbrauch an Steinkohle, Erdöl und Co. zu verringern.

Wen die Energieeinsparverordnung 2014 betrifft

Die Energieeinsparverordnung für 2014 sieht vor, dass Hauseigentümer, welche ihre Gebäude noch mit Standardheizkesseln temperieren, diese austauschen lassen müssen. Dabei ist exakt festgelegt, welche Heizkörper betroffen sind: Standardheizkessel, die mehr als 30 Jahre alt sind oder die vor 1985 im Haus installiert wurden. Eine Ausnahmeregelung stellen Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern dar, die zum Stichtag 1. Februar 2002 mindestens eine Wohnung ihres Gebäudes selbst bewohnt haben.

Unberührt von der Energieeinsparverordnung 2014 bleiben die sogenannten Niedertemperaturheizkessel sowie Brennwertkessel. Diese Geräte lesen im Gegensatz zum Standardheizkessel die Außentemperatur aus und passen ihre Heizleistung entsprechend an, was sie energietechnisch deutlich ökonomischer macht. Wer dagegen noch einen alten Standardheizkessel verwendet, welcher ungeachtet der Wetterlage permanent gleichbleibend heizt, muss diesen nach der Energieeinsparverordnung bis Ende 2014 zwingend durch einen moderneren Heizkörper ersetzen.

Kosten der Energieeinsparverordnung 2014

Natürlich ist die Energieeinsparverordnung 2014 mit nicht zu unterschätzenden Kosten verbunden. Die Verbraucherzentrale NRW rechnet mit deutschlandweit circa 2,5 Millionen Häusern, die von der Austauschpflicht betroffen sind. Auf die Eigentümer kommen nun Aufwendungen für die Demontage, den Neueinbau sowie Anschaffungskosten von bis zu 10.000 Euro für einen zeitgemäßen Brennwertkessel zu. Da der Heizkörperaustausch in den meisten Fällen als Modernisierungsmaßnahme gelten dürfte, können die Kosten der Energieeinsparverordnung 2014 bei Mietshäusern zum Teil auf die Mieter abgewälzt werden.

Auch, wenn die finanziellen Aussichten für 2014 durch die Energieeinsparverordnung somit zunächst schockierend wirken mögen, ist die finanzielle Belastung auf den zweiten Blick gar nicht so dramatisch. Da durch den Einsatz der fortschrittlicheren Heizungen insgesamt bis zu 30 Prozent an Energieeinsatz gespart werden können, rentiert sich der Umbau in den meisten Fällen innerhalb einiger Jahre – und bringt ab da sogar Gewinne ein. Zudem erlaubt es die Energieeinsparverordnung 2014 allen betroffenen Eigentümern, bei der „Kreditanstalt für Wiederaufbau“, der größten Förderbank Deutschlands, entsprechende Fördermittel zu beantragen.

Bildquelle: pixabay.com – © by OpenClips

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