Eon fördert zunehmend Strom aus regenerativen Quellen

eon stromDer größte deutsche Stromproduzent Eon hält daran fest, Strom zukünftig mehr und mehr aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen. Das Unternehmen zählt sich zu den Vorreitern auf dem Gebiet der umweltverträglichen und nachhaltigen Energieerzeugung. So testet Eon beispielsweise ein neuartiges Strom-Projekt auf der Nordseeinsel Pellworm, bei dem durch intelligente Versorgungsnetze und moderne Energiespeicheranlagen der dort produzierte Eon-Strom logistisch effizient über die gesamte Insel verteilt wird. Zudem beteiligt sich der Konzern an zahlreichen Forschungsprojekten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien.

Diese Tendenz schlägt sich auch in den aktuellen Quartalszahlen nieder. So konnte Eon mit Bio-Strom im ersten Quartal des Jahres insgesamt 600 Millionen Euro erwirtschaften. Dies stellt einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr von rund 20 Prozent dar. Auch, wenn der Gewinn vor Steuern verglichen mit dem vorherigen Quartal merklich zurückging, befindet sich das Unternehmen nach eigener Aussage auf gutem Wege in Richtung Schuldenabbau. Den dadurch gewonnenen finanziellen Freiraum will Eon für neue Strom-Projekte mithilfe regenerativer Energien nutzen, unter anderem in Form eines Windparks nördlich von Helgoland.

Eon baut Strom-Produktion aus Atommeilern konsequent ab

Gleichzeitig verringert Eon die Strom-Gewinnung aus Kernkraftwerken. Dabei folgt der Konzern der Entscheidung der Bundesregierung nach der Atomkatastrophe in Fukushima im Jahr 2011, den Betrieb der noch bestehenden deutschen Kernkraftwerke zügig einzustellen. Kritik an diesem möglicherweise vorschnellen Entschluss hagelte es damals reichlich, und dass Energieerzeuger wie Eon zurzeit noch auf Strom aus Atomenergie angewiesen sind, um den bundesweiten Bedarf zu decken, ist kein Geheimnis. Dies veranschaulicht das Schicksal des bayerischen Meilers Grafenrheinfeld: Dieser wird entgegen ursprünglicher Pläne nun bereits im Mai 2014 vorzeitig stillgelegt. Der Wegfall ist jedoch nicht ohne Kompensation zu verkraften. Ohne den Eon-Strom aus diesem Atommeiler sind vor allem Baden-Württemberg und Bayern laut offizieller Untersuchungen auf Importe aus dem französischen Kernkraftwerk Fessenheim angewiesen – einem Werk, das im Gegensatz zu Grafenrheinwald als sehr risikobehaftet gilt.

Zusätzlich schaut es nun so aus, dass das Unternehmen Eon von dem schnellen Strom-Umschwung noch finanziell profitieren könnte – auf Kosten zweier Bundesländer und des Bundesumweltministeriums. Dabei geht es um eine Schadenersatzforderung für die dem Unternehmen aufgezwungene, ungeplante Abschaltung zweier Atomkraftwerke im Jahr 2011. Konkurrent RWE war diesen Weg bereits damals gegangen und hatte vom Bundesverwaltungsgericht Recht bekommen: Die Zwangsabschaltung des RWE-Meilers in Biblis (Hessen) wurde als rechtswidrig eingestuft, sodass der Konzern nun Aussicht auf circa 200 Millionen Euro Entschädigung hat. Eon teilte mit, man habe aus Pietätsgründen zunächst auf rechtliche Schritte in Richtung eines möglichen Schadenersatzes verzichtet. Nun aber scheint Eon als zukunftsorientierter Strom-Lieferant gewillt, eine Entschädigung in Höhe von 250 Millionen Euro einzufordern.

Bildquelle: flickr.com – © by Baltic Development Forum

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