Fachkräftemangel in Deutschland – noch kein Licht am Ende des Tunnels

fachkräftemangel deutschlandSeit Jahren beklagen sich Politik und Wirtschaft über den bestehenden Fachkräftemangel in Deutschland. Offenbar zu Recht, denn die neuesten Zahlen aus einer Studie der ManpowerGroup stützen diese Einschätzung. Für den Standort Deutschland wurden für diese Studie 1.000 Unternehmen befragt, weltweit sogar 37.000 aus 42 Ländern. Lag im letzten Jahr die Quote für deutsche Betriebe und Unternehmen, welche ausgeschriebene Stellen nicht besetzen konnten, noch bei 35 Prozent, so ist dieser Wert 2014 auf 40 Prozent angewachsen. Von einer zwischenzeitlichen Entspannung des Problems Fachkräftemangel in Deutschland kann also keine Rede mehr sein.

Die Auswirkungen, die der Fachkräftemangel in Deutschland auf die Unternehmen und Betriebe hat, zeigen sich deshalb immer deutlicher. Laut der ManpowerGroup geben 50 Prozent der Firmen an, dass die nicht zu besetzenden Stellen eine Gefährdung ihrer Wettbewerbsfähigkeit darstellen. Deutlich spürbar sind auch die Auswirkungen auf die Zufriedenheit der Kunden. 45 Prozent der Unternehmen weisen darauf hin, dass sich der Fachkräftemangel in Deutschland in diesem Bereich negativ bemerkbar macht.

Händeringend gesucht – Handwerker und Ingenieure

Stellen im Finanz- und Rechnungswesen sind laut ManpowerGroup am schwierigsten zu vermitteln. Auf der in der Studie entwickelten Liste der am stärksten nachgefragten Berufe befindet sich dieser Bereich auf Platz zehn. Allerdings könnte hier bald eine Entwarnung in Sachen Fachkräftemangel in Deutschland ausgerufen werden, da sich das Finanz- und Rechnungswesen im vergangenen Jahr noch auf Platz drei der meistgesuchten Berufe befand.

Zu den Top-Fünf zählen 2014 auch die Restaurant- und Hotelfachkräfte. Bewerberinnen und Bewerber, die sich in diese Sparte orientieren wollen oder eine Ausbildung vorweisen können, haben gute Chance auf eine rasche Einstellung, weil in dieser Branche ebenfalls Fachkräftemangel in Deutschland herrscht. Ähnliches gilt für IT-Fachkräfte: Diese finden sich in diesem Jahr auf Platz vier der meistgesuchten Fachkräfte. Erstmalig unter den gesuchten Fachkräften sind Führungskräfte und Manager auf Platz Nummer drei vertreten.

Nach wie vor nehmen die Ingenieure einen der Spitzenplätze im Ranking ein, wenn es um den Fachkräftemangel in Deutschland geht – neben Stellen im Handwerk. In diesen Bereichen herrscht mit Abstand der größte Fachkräftemangel in Deutschland. Handwerkerinnen und Handwerker haben also ebenfalls hervorragende Aussichten auf eine schnelle Anstellung in einem Betrieb.

Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in Deutschland

Was also tun gegen den Fachkräftemangel in Deutschland? Eine Empfehlung der ManpowerGroup hinsichtlich des Fachkräftemangels von Führungspersonal ist die frühzeitige Erstellung individueller Entwicklungspläne mit entsprechenden Coachings, um dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. In eine andere Richtung zielt der Vorschlag der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), die anhaltende Akademiesierung der Berufsausbildung zu stoppen. Besonders angehende Fachkräfte ohne Universitätsabschluss zählen infolge dieses Trends auf dem Arbeitsmarkt zu den größten Verlierern. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden, da viele junge potenzielle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich für ein Studium einschreiben, ohne die entsprechenden Qualifikationen zu besitzen. Der klassische Ausbildungsberuf bedarf also einer Renaissance und größeren Wertschätzung, was sich besonders am Beispiel des Handwerks zeigt. Nicht umsonst gibt es in dieser Sparte den größten Fachkräftemangel in Deutschland.

Ein anderes Problem stellt auch das mangelnde Fachwissen vieler Bewerberinnen und Bewerber dar. Entsprechende Weiter- und Fortbildungsprogramme sind deshalb gemäß der ManpowerGroup unerlässlich, wenn der Bewerber dem ersten Eindruck nach zum Unternehmen passt.

Falls in naher Zukunft keine nachhaltigen Konzepte gegen den Fachkräftemangel in Deutschland entwickelt werden, fürchtet die DIHK um die Zukunft des Wirtschaftsstandort Deutschland. So könnten bis ins Jahr 2025 bis zu sechs Millionen Arbeitsplätze unbesetzt bleiben, besonders im Pflegebereich und bei Ingenieurberufen zählt der Fachkräftemangel in Deutschland für die DIHK zu den massivsten Problemen.

Bildquelle: pixabay.com – © by Hans

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