Gesetzesänderung beim Pfändungsschutz zu Ende 2011

Schon seit geraumer Zeit existiert das sogenannte Pfändungsschutzkonto, auch P-Konto genannt. Diese ist ein spezielles Konto welches dem Inhaber Schutz für Pfändungen unter das Existenzminimum bietet. Zum 31. Dezember sollte jeder der hohe Schulden besitzt und dies bislang noch nicht getan hat sein Konto auf ein Pfändungschutzkonto umstellen.

Denn zum Jahreswechsel verlieren die Verfügungen des Amtsgerichtes, welche bislang für den Pfändigungsschutz sorgten, ihre Gültigkeit. Besteht dann kein Pfändigungsschutzkonto kann es passieren das das Konto gesperrt wird und weder Lastschriften noch Überweisung oder Bargeldabhebungen möglich sind. Das sogenannte P-Konto bietet dagegen automatisch Schutz in Höhe des Grundfreibetrages. Dieser beträgt aktuell 1028,89 Euro pro Monat je Person und wird bei Unterhaltspflichten entsprechend erhöht.

Wichtig zu wissen ist, das für das Pfändungsschutzkonto eine zusätzlichen Gebühren anfallen sollten. Darauf weisen die Verbraucherschützer hin, bislang sind diverse Urteile in diesem Sinne ergangen. Auch darf die Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos nicht zu einer Stimatisierung führen, entsprechend darf die Schufa – welche eine Meldung über die Einrichtung des P-Kontos erhält – diese Information nicht für Bonitätszwecke einsetzen.

Zu beachten ist das es sich beim Pfändungsschutzkonto um ein Guthabenkonto handelt, der Dispokredit wird in aller Regel gestrichen und sämtliche Verfügungen können nur auf Guthabenbasis erfolgen. Ebenfalls darf pro Person nur ein Pfändungskonto existieren, um dies sicherzustellen erfolgt der Schufa-Abgleich.

Zur Beantragung ist das Formular mit dem klingenden Namen „Bescheinigung nach § 850kAbs. 5 Zivilprozessordnung über die gemäß § 850k Abs. 2 ZPO im jeweiligen Kalendermonat nicht erfassten Beträge auf einem Pfändungsschutzkonto“ auszufüllen. Dies erfolgt seitens der Arbeitgeber, der Arbeitsagentur oder der Familienkasse kostenlos.

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