Juwelsteine: funkelnder Anlagetipp

Die aktuellen Preise für Gold und Silber stehen so hoch wie nie. Wer eine alternative Anlage in Sachwerte sucht, sei mit Juwelsteinen gut beraten, so der Rat von Anlageexperten.

JuwelenEine Investition in die „fabelhaften Vier“ (Diamanten, Rubine, Saphire und Smaragde) sei langfristig durchaus lohnend und eine krisenfeste Geldanlage. Auch Perlen geraten dabei immer häufiger ins Visier von Investoren.

Allerdings sei diese Anlageform mit deutlichen Preisschwankungen verbunden. Daher empfehlen Investmentprofis, sich beim Kauf von Juwelsteinen eingehend beraten zu lassen, wo und was man kaufen sollte. In jedem Fall sollte der Anleger beim Kauf von Juwelsteinen darauf achten, dass die Steine von einem anerkannten gemmologischen Instituten geprüft und zertifiziert wurden.

Rubine laufen Diamanten den Rang ab

Diamanten galten lange Zeit als Primus unter den Edelstein-Anlagen. Rubine jedoch machen ihnen diesen Rang zunehmend streitig. In hoher und unbehandelter Qualität werden Rubine im Großhandel derzeit mit mehreren Tausend Euro pro Karat (0,2 Gramm) gehandelt. Und die Tendenz sei steigend, wissen die Händler zu berichten. Dies betrifft vor allem ungebrannte Natursteine, die mit einem typisch rubinroten Farbton überzogen sind. Rubine in dieser Qualität sind äußerst selten und der Preis entsprechend hoch. Rubine sind zeitlos schöne und begehrte Juwelsteine, die, unabhängig von jedem Modetrend, in der Schmuckbranche seit vielen Jahrzehnten für die Herstellung hochwertiger Colliers, Ringe, Ohrringe und Armbänder verwendet werden.

Saphire – Juwelsteine auf hohem Preisniveau

Saphire im Blauton stagnieren derzeit auf einem hohen Preisniveau – deshalb dürfte der Einkauf hochwertiger Natursteine entsprechend teuer ausfallen. Wer dennoch zum aktuellen Zeitpunkt investieren will, sollte den Fokus auf gelbe oder pinkfarbene Saphire legen. Diese Saphire aus Madagaskar und Tansania erfreuen sich seit einiger Zeit einer hohen Wertsteigerung. Waren sie vor wenigen Jahren noch für circa 100 Euro pro Karat erhältlich, so werden sie heute für den doppelten bis vierfachen Preis gehandelt. Der Preis ist abhängig von der Größe, Reinheit und Farbintensität des Saphirs.

Smaragde – als Anlage groß im Kommen

Das charakteristische Grün des Smaragds liegt voll im Modetrend. Diese Tatsache bescherte den Smaragden in den vergangenen Monaten eine positive Wertentwicklung. Vor allem Qualitätssteine aus Kolumbien und Brasilien stehen hoch im Kurs, wobei Anleger für kolumbianische Smaragde deutlich mehr zahlen als für Juwelsteine aus Brasilien. Da der „grüne Trend“ voraussichtlich länger anhalten wird, ist ein Investment in unbehandelte Smaragde eine der Empfehlungen von Edelstein-Experten.

Diamantenpreise unter Druck

Die Preise für Diamanten litten in den letzen Jahren spürbar unter der Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Herstellung und der Verkauf von Diamantschmuck gingen zurück. Doch das Tal scheint durchschritten, glaubt man dem Bericht der Diamond Trading Company (DTC), eine Marketinggesellschaft des Diamanten-Konzerns De Beers. Laut DTC verzeichnen Rohdiamanten wieder eine markanten Preissteigerung zwischen vier und 22 Prozent. Dieser Trend spiegele sich auch mittelfristig am Markt der geschliffenen Diamanten wider, lautet die Prognose des weltweit größten Diamantenhändlers.

Perlen – Alternative zu Diamanten und Farbedelsteinen

Edle Südseeperlen-Colliers sind zweifellos wunderschöne Schmuckstücke. Rosé- und goldfarbene sowie weiße Perlen sind jedoch auch eine – in jeder Hinsicht – attraktive Wertanlage. Vor allem, wenn staatliche Schuldentürme wachsen und Banken wanken. Wer in Perlen anlegt, sollte sich jedoch beraten lassen, denn nur wenn die Qualität stimmt, darf man langfristig auf eine Wertsteigerung hoffen. Die Preise für eine Perlenkette variieren je nach Größe und Qualität zwischen 4.000 und 100.000 Euro und höher.
Auch Perlen unterliegen bestimmten Qualitätskriterien (Perlen-Rating), die den Wert bestimmen: Die Perle sollte eine perfekte runde Form haben, fehlerlos sein und sich durch einen glanzvollen Lüster auf der Oberfläche auszeichnen. Kostbare Perlen von hoher Qualität behalten ihren Wert und haben sogar in den letzten Jahren zugelegt. Dies gilt vor allem für weiße und goldene Südseeperlen. Als interessanter Anlage-Tipp gelten auch dunkle Tahiti-Perlen, da diese seltener sind als Südseeperlen.

Zertifikate bescheinigen die Qualität der Perle und die Wertigkeit der Anlage nach dem aktuellen Perlen-Rating:

AAA – höchste Qualität

Die Perle ist nahezu fehlerlos, perfekt rund, die Oberfläche hat einen glanzvollen Lüster. Mindestens 98 Prozent der Oberfläche sind frei von Wachstumsmerkmalen.

AA+ – zweithöchste Qualität

Die Kriterien sind nahezu identisch mit AAA, jedoch müssen nur mindestens 90 Prozent der Oberfläche frei von Wachstumsmerkmalen sein.

AA – dritthöchste Qualität

Die Perle hat einen glanzvollen Lüster, und mindestens 85 Prozent der Oberfläche sind frei von Wachstumsmerkmalen. Die Perlenform ist fast rund.

Wer sich mit Perlen nicht nur schönen Schmuck, sondern auch eine solide Anlage zulegen möchte, sollte sich demzufolge die Qualität immer in einem gemmologischen Zertifikat einer anerkannten Prüfstelle bescheinigen lassen.

Bildquelle: pixabay.com – © by PublicDomainPictures

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