Lohnt sich ein privat genutztes Dienstfahrzeug? Gehaltsumwandlungs- und Firmenwagenrechner geben Anhaltspunkte!

Ein privat genutztes Dienstfahrzeug ist in der Regel  für Arbeitnehmer wie für Arbeitgeber lohnend. Der Arbeitnehmer profitiert durch eine Gehaltsumwandlung von steuerlichen Vorteilen, der Arbeitgeber kann die Kosten beim Finanzamt als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen. Im Internet schießen Gehaltsumwandlungs- und Firmenwagenrechner wie Pilze aus dem Boden: Diese können zwar einen ersten Eindruck vermitteln, ersetzen aber keineswegs den Fachmann. Denn der geldwerte Vorteil durch einen Firmenwagen kann sich auch ins Gegenteil verkehren.

Trend zum privat genutzten Dienstwagen – das Gehaltumwandlungs-Modell

FirmenwagenrechnerDer Dienstwagen liegt als Mittel zur Mitarbeitermotivation voll im Trend: Statt einer Gehaltserhöhung bieten daher immer mehr Arbeitgeber einen Firmenwagen an, der privat genutzt werden darf.  Hier kommt die Gehaltsumwandlung in Spiel: Statt das Portemonnaie des Arbeitsnehmers zu füllen, fließt das Geld in die Finanzierung eines Neuwagens. Das kann für beide Seiten lukrativ sein: Der Arbeitgeber zahlt meist weniger Lohnnebenkosten und der Arbeitnehmer spart Lohnsteuer sowie Sozialabgaben ein und muss kein Privatfahrzeug unterhalten.

Doch es gibt einiges zu bedenken. Hier zwei Beispiele: Steigen die Krankenkassen- und Rentenbeiträge, können die erhofften Ersparnisse des Arbeitgebers schwinden. Stimmt andererseits der Sozialversicherungsträger der Gehaltsumwandlung nicht zu, ist es um die Ersparnisse des Arbeitnehmers bei den Sozialkosten schlecht bestellt.

„Klassisches“ Modell: Ein-Prozent-Methode oder Fahrtenbuch? Firmenwagenrechner hilft!

Ohne Gehaltsumwandlung müssen Sie als Arbeitnehmer für die private Nutzung eines Firmenwagens eine höhere Lohnsteuer und Sozialversicherung bezahlen, auch wenn der Arbeitgeber die vollen Kosten des Firmenwagens übernimmt: Das Finanzamt addiert den Gegenwert der Firmenwagen-Nutzung zu Ihrem Bruttolohn und erhebt auf diese Summe die Lohnsteuer – entweder pauschal nach der Ein-Prozent-Methode oder über ein Fahrtenbuch.

Bei der Ein-Prozent-Methode wird für jeden Monat ein Prozent des Brutto-Listenpreises plus der Weg von der Wohnung zur Firma mit 0,03 Prozent als geldwerter Vorteil des Listenpreises pro Kilometer bewertet. Voraussetzung ist, dass der Firmenwagen zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt wird.

Wer durch ein Fahrtenbuch bescheinigt, dass er den Firmenwagen nur in geringem Umfang privat nutzt, hat auch nur diesen Anteil zu versteuern. Entscheiden muss man sich aber vor Jahresbeginn und dies dem Arbeitgeber mitteilen. Im laufenden Jahr ist kein Wechsel möglich.

Im Internet finden Sie sowohl für die Ein-Prozent-Methode als auch für das Fahrtenbuch Dienstwagenrechner/Firmenwagenrechner, die Ihnen als Arbeitnehmer eine erste Orientierung geben, welche Variante die für Sie geeignetere ist. Hier zwei Seiten mit Firmenwagenrechnern, die einen direkten Vergleich anbieten:

  • www.focus.de/finanzen/steuern/dienstwagen/dienstwagen_aid_8661.html
  • www.n-heydorn.de/firmenwagenrechner.html.

Ob Sie Arbeitgeber- oder Arbeitnehmer sind, ob das „klassische“ oder das Gehaltumwandlungsmodell auf Sie zutrifft: Gehaltumwandlungs- bzw. Firmenwagenrechner sind kein Ersatz für den Gang zum Steuerberater.

Bildquelle: pixabay.com – © by Photoman

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