Luxusuhren als Wertanlage – Rolex für die Rendite?

luxusuhren - geldanlageEine teure Uhr am Handgelenk ist selten als übertriebener Luxus verpönt. Sogar der Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibeter, trägt eine Rolex. Und auch Revolutionsführer Che Guevara nannte ein Exemplar sein Eigen.

Edle Uhren werden auch für normale Menschen bezahlbar, jedoch werden für bestimmte Modelle unermessliche Preise bezahlt. Das Potenzial der Wertsteigerung für ausgewählte Marken und Modelle ist hoch. Wer Uhren als Geldanlage sieht, sollte sich laut Experten auf diese ausgesuchten Marken und Modelle konzentrieren. Anleger sollten sich also auf die Nische spezialisieren, in der Uhren nicht nur die Zeit ansagen, sondern auch den Status symbolisieren. Interessant wird es somit erst auf dem Luxusmarkt, wo eine Uhr mehrere tausend Euro kostet.

Luxusuhren – welche Marke soll es sein?

“Wer hat’s erfunden?“ Die Schweiz ist der wichtigste Exporteur für Uhren. Zu den Nobelmarken gehören Rolex, Audemars Piguet und Patek Philippe. Mit einigem Abstand, was das Image angeht, folgen Chopard, Richemont, Swatch, IWC und Jaeger-LeCoultre.

Eine Klasse für sich ist Rolex; sie ist aufgrund ihres Prestiges die meistkopierte Uhrenmarke der Welt. Eine hochwertige Armbanduhr dieser Marke bekommt man ab 4.000 Euro. Es zählt zu den am besten gehüteten Geheimnissen der Branche, wie viel Uhren im Jahr gebaut werden. Schätzungen gehen von 700.000 bis eine Million Stück. Rolex ist damit Marktführer im Luxusuhrensegment. Die Uhren von Rolex sind über Jahre hinweg stabil im Wert. Das Modell Daytona kostete vor 40 Jahren um die 900 Mark. Heute bekommt man für diese Uhren je nach Baureihe und Zifferblatt bis zu 100.000 Euro.

Bestimmte Modelle von Audemars Piguet wurden Berühmtheiten wie Juan Pablo Montoya und Arnold Schwarzenegger gewidmet. Diese Sammlerstücke kosten neu um die 15.000 Euro und werden unter Sammlern mit bis zu 40.000 Euro gehandelt.

Auch bei Patek Philippe gibt es Uhren, bei denen Investoren zwischen 50 und 100 Prozent Aufschlag auf den Neupreis bezahlen.

Neben der Marke spielen auch Stückzahlbegrenzung, die Machart des Werkes, der Erhaltungszustand und die Komplikationsebenen eine große Rolle beim Wert der Uhren.

Im Internet locken Rabatte bei Luxusuhren

Der wachsende Internethandel verändert allerdings die Preispolitik. Auch neue Luxusuhren werden mit hohen Abschlägen auf den Listenpreis angeboten. Bis zu 25 Prozent Rabatt sind auf Plattformen wie Chrono24 möglich.

Aber im Netz lauern auch Gefahren: Je höher der Rabatt, desto größer ist das Risiko, ein uninteressantes Modell zu erwerben. Bei wirklich gefragten Modellen ist die Chance auch im Internet gering, eine hohe Ersparnis zu erzielen. Außerdem besteht die Gefahr, an Fälschungen oder unseriöse Händler zu gelangen. Nicht immer bekommt man dann die Uhr, für die man bezahlt hat. Das Herstellerzertifikat, die Originalbox und eine Garantieerklärung sollten stets Teil der Lieferung sein.

Fazit bei Uhren als Geldanlagen

Uhren an sich eignen sich laut Experten nicht als Geldanlage. Wertsteigerungen versprechen vor allem die Uhren, für die sich echte, leidenschaftliche Sammler interessieren. Das können auch neue Uhren sein, meist jedoch sind es historische Modelle. Die wenigen Exemplare, die eine relativ sichere Rendite versprechen, kommen von Rolex und Patek Philippe.

Das Modell Daytona im Edelstahlgehäuse von Rolex ist so eine Uhr. Man kann sie aber nicht einfach im Laden kaufen, sondern muss sich das Recht erst durch jahrelange Kontaktpflege erarbeiten. Bei diesem Modell kann man dann allerdings auf eine Wertsteigerung von bis zu zehn Prozent in zwei bis drei Jahren vertrauen. Die Hersteller selbst sorgen dafür, indem sie viel Geld für Marketing und Produktentwicklung ausgeben.

Insgesamt gilt: Man sollte Spaß an Uhren als Sammelobjekt haben. Wer mit Uhren richtig Geld verdienen will, muss viel Zeit und Wissen mitbringen. Uhren zeichnen sich jedoch durch Preisstabilität und jederzeitige Verkäuflichkeit aus.

Bildquelle: flickr.com – © by hypo.physe

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