Mietspiegel in Deutschland: Wie sich Mietpreise in Deutschland verändern

mietspeigel in deutschlandVerfolgt man den Mietspiegel in Deutschland, so wird deutlich, dass alle Großstädte ihre Preise sukzessive nach oben korrigieren. Angebot und Nachfrage bestimmen natürlich nach wie vor den Preis, doch in einigen Städten steigen die Preise eben doch schneller. Seit vielen Jahren sind ein paar Städte echte Hotspots. Wer dort wohnen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen und darf sich auch nicht beschweren, wenn man andernorts mehr fürs Geld bekommt. Ist der Wohnraum begrenzt und die Nachfrage ungebrochen groß, lässt sich das der ein oder andere Wohnungseigentümer auch entsprechend versilbern. Aus Kapitalanlegersicht ein nachvollziehbarer Akt, aber wohin führt diese Spirale?

Steigende Mietpreise in Deutschland – aber nicht überall

Wie heißt es doch so schön, Statistiken sind wichtig, um sich daran zu orientieren, doch sagen sie nicht immer die absolute Wahrheit. Sicher: Auf den ersten Blick steigen die Mietpreise in Deutschland. Der aktuellste Mietspiegel für Deutschland besagt, dass im Jahr 2013 die Mietpreise in Deutschland im Durchschnitt um 2,8 Prozent gestiegen sind. Das mag zwar für ohnehin „teure“ Umgebungen wie München, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart stimmen, doch nicht unbedingt in Essen, Dortmund und Leipzig. Gerade in der Sachsenmetropole sind noch echte Wohn- beziehungsweise Mietschnäppchen zu machen. Und wenn jetzt jemand denkt, in Leipzig wird es bei derart günstigen Preisen kaum schöne Wohnungen respektive Wohnquartiere geben, der irrt gewaltig.

Dass die Mietpreise in Deutschland steigen, wird in Leipzig nicht unbedingt deutlich. Im Vergleich zu anderen deutschen Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern bietet die ostdeutsche Stadt wahrlich paradiesische Verhältnisse. Vergleicht man die Quadratmeterpreise in Leipzig und München, dürfte es den süddeutschen Mietern warm ums Herz werden oder eben die Tränen in die Augen treiben. Ein Beispiel: Ist man in der Lage, 1.000 Euro Kaltmiete für eine Wohnung hinzublättern, bekommt man in Münchens Toplagen etwa 62 Quadratmeter und in Leipzig durchschnittlich satte 135 Quadratmeter zur Verfügung gestellt. Der Unterschied wird noch größer, wenn man in einfachen Lagen und Außenbezirken eine Wohnung bezieht. Dass der offizielle Mietspiegel in Deutschland durch derlei Fälle etwas verwässert wird, ist letztlich nicht zu verhindern.

Mietspiegel in Deutschland – auch in Berlin wird’s teurer

Wurde Berlin noch vor gar nicht langer Zeit als günstigste Top-Hauptstadtmetropole in Europa ausgemacht, sieht die Realität heute etwas anders aus. Wenn man davon spricht, dass die Mietpreise in Deutschland steigen, geht dies auch an der deutschen Hauptstadt nicht spurlos vorbei. Zwar sind diverse Stadtteile immer noch sagenhaft preiswert, die Frage ist jedoch, ob man als Berliner Neubürger an den äußersten Stadtrand oder in noch nicht unbedingt total angesagte Viertel ziehen will. Wenn man ehrlich ist: eher nicht! Der offizielle Mietspiegel in Deutschland sagt aus, dass die Preise in Mitte und Prenzlauer Berg für Berliner Verhältnisse überdurchschnittlich schnell und satt gestiegen sind. Wer dort exponiert wohnen möchte, muss eben höhere Mietpreise in Kauf nehmen.

Dass die Bundesrepublik eine sogenannte Mietpreisbremse einführen will, ist zwar ein löbliches Vorhaben. Steigende Mietpreise werden sich in Deutschland aber nicht überall verhindern lassen. Vor allem dann nicht, wenn viele Menschen in den Trendrevieren wohnen möchten.

Bildquelle: pixabay.com – © by jingoba

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