Mit dem Fernbus günstig durch Deutschland reisen

fernbus deutschlandSeit Anfang 2013 ist auch bei uns möglich, was in vielen anderen Ländern schon seit Langem gang und gäbe ist: mit dem Fernbus quer durchs ganze Land reisen. Durch die weitgehende Liberalisierung des Fernbusverkehrs kann man mittlerweile mit Fernbussen auch in Deutschland alle größeren Metropolen und viele Mittel- und Kleinstädte erreichen. Vor 2013 war lediglich Berlin als Ziel von Fernbussen in Deutschland genehmigt. Mit der Marktöffnung sind neue Fernbusunternehmen in großer Zahl entstanden und machen der Deutschen Bahn im Fernverkehr durch niedrige Preise enorme Konkurrenz.

Preise für Reisen mit dem Fernbus in Deutschland

Tatsächlich sind die Tarife für Fernbusse in Deutschland sehr günstig: Der Transfer von Hamburg nach Berlin kostet beispielsweise nur 8 Euro und die Fahrt von Dresden nach Jena ganze 9 Euro. Und die Reise mit dem Fernbus von München nach Freiburg ist mit 15 Euro zwar etwas teurer, aber aufgrund der schlechten Zugverbindung zwischen den beiden Städten für Reisende eine echte Verbesserung und Alternative zur Bahn. Viele Unternehmen wie „MeinFernbus“, „FlixBus“, „Deinbus“ oder der „ADAC-Postbus“ bieten auch noch Zusatzleistungen zu den günstigen Fahrpreisen an, so etwa kostenloses WLAN oder einen angenehm großzügigen Sitzabstand im Bus. Positiv wirken sich diese Preise besonders auf den Geldbeutel jüngerer Leute, wie zum Beispiel Studenten, aus. Das Auto ist wegen der hohen Benzinpreise nicht immer die billigste Variante, und die Bahn ist besonders auf längeren Strecken erheblich teurer. Das Reisen mit dem Fernbus durch Deutschland wird deshalb hauptsächlich von Menschen unter 45 Jahren genutzt – laut einer Marktanalyse macht diese Altersgruppe mehr als die Hälfte aller Fahrgäste aus. Beliebt ist der Fernbus in Deutschland aber auch bei Städtereisenden oder Besuchern von Freunden und Verwandten. Das wachsende Interesse an den Fernbussen in Deutschland spiegelt sich im wachsenden Umsatz der Unternehmen wider: Voraussichtlich wird dieser im Jahr 2014 rund 160 Millionen Euro betragen, für 2015 rechnet man schon mit 350 Millionen Euro an Erlösen durch Fernbusse in Deutschland.

Wachsende Zahl von Fernbuslinien in Deutschland

Doch nicht nur in steigenden Nutzerzahlen und im größeren Umsatz zeigt sich der Erfolg von Fernbussen in Deutschland. Seit der Öffnung des Marktes 2013 entstanden über 247 Fernbuslinien in Deutschland, weitere warten auf ihre Genehmigung. Auch hier zeigt sich, dass besonders junge Reiselustige vermehrt auf den Fernbus umsteigen. Speziell die Studentenstädte werden verstärkt von Fernbussen in Deutschland angefahren, ebenso wie die Metropolen Berlin, Köln, Hamburg und München. Hinzugekommen sind im letzten Jahr aber auch touristische Ziele an Nord- und Ostsee sowie im Voralpenland, aber auch viele kleinere und mittlere Städte überall in Deutschland.

Trotz des schnell wachsenden Marktes und des rasanten Ausbaus des Liniennetzes stehen Betreiber von Fernbussen in Deutschland vor einigen Problemen: Die Start-Investitionen sind zwar vergleichsbare niedrig, ebenso gering fallen aber auch die zu erwartenden Gewinne aus. Die Konkurrenz zwischen den Anbietern ist jetzt schon enorm und man versucht sich im Preiskampf gegenseitig zu unterbieten. Schwarze Zahlen können so nur schwer erwirtschaftet werden und mancher Fernbus-Unternehmer in Deutschland wird früher oder später Konkurs anmelden müssen. Und auch die Bahn reagiert auf den Fernbus-Boom in Deutschland und entwickelt neue und billigere Angebote für Reisen und bietet einen eigenen Fernbus in Deutschland an. Aber auch die Ticketpreise für einen Fernbus in Deutschland werden wohl nicht auf Dauer auf dem niedrigen Niveau von heute verbleiben, hier muss in Zukunft wohl mit steigenden Preisen gerechnet werden. Nicht unterschätzt werden sollten auch mögliche Zeitverzögerungen durch Staus oder Preisaufschläge vor langen Wochenenden oder Ferien.

Bildquelle: flickr.com – © by János Balázs

Kommentar schreiben

0 Kommentare.

Kommentar schreiben


Hinweis - Du kannst dies benutzenHTML tags and attributes:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>