Neue 30 Prozent Köder für ausländische Investoren

Unsicherheit ausländischer Investoren wächst weiter.. Aber wie reagiert man darauf?
Ganz einfach: Man entwickelt eine 30 Prozent Garantie, die den Hebel endlich zum Ankurbeln bringen soll.
Eine bisher 20-Prozent Absicherung hat an der Wirkung verfehlt, die Investoren sehen demnach immer noch ein zu hohes Risiko wie Regling bestätigt.
Der EFSF nimmt Geld mit Garantien der Euroländer als Rückhalt auf, um Hilfskredite für Portugal und Irland zu finanzieren.

So ist es Ziel mit den Mitteln des EFSF Fremdkapital abzusichern und gleichzeitig deren Wirkung zu stärken.
Im Notfall also gibt der EFSF an die Finanzmärkte Anleihen heraus.
Allerdings fällt durch eine 30 Prozent Garantie natürlich die Hebelwirkung für Investoren deutlich geringer aus.
Die Lage scheint im Moment sehr angespannt, daher wird nach den Informationen von ,,Bild am Sonntag“ in der Regierung auch über einen Blitzstart
für den dauerhaften Rettungsschirm ESM nachgedacht. Debattiert wird, ob statt der geplanten fünf Tranchen verteilt auf mehrere Jahre der Fonds nicht auf einen
Schlag von den Regierungen mit den geplanten 80 Milliarden Euro ausgestattet werden soll, um den Märkten ein klares Signal zu geben, dass es den Euro-Staaten mit der
Rettung der Währung ernst sei. Denkbar sei aber auch, dass am Ende die Einlagen von 80 auf 100 Milliarden Euro erhöht werden müssen, so Regierungskreise.
Da es sich dabei nicht um Kreditgarantien, sondern um direktes Steuergeld handelt, würde in beiden Fällen die Neuverschuldung steigen.

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1 Kommentare.

  1. Finanzkamikaze

    Also ganz einfach, sollte das Land (Namen nennen wir keine) tatsächlich doch Pleite gehen, erhält der Investor noch 30% der Teilkasko-EFSF-Versicherung. Das bedeutet im Worst Case: 70% Geld der Investoren weg, 30 Prozent aus dem EFSF weg. Der EFSF müsste wieder aufgestockt werden, richtig zahlen tuns die Steuerzahler.

    Das beste ist, es wird trotzdem funktionieren, weil keiner glaubt, dass überhaupt ein Staat so richtig Pleite gehen kann.
    Schauen wir mal zu Griechenland mit einem Schuldenschnitt von 50%. Gäbe es den EFSF-Hebel schon länger, dann müsste ein Investor nur einen Verlust von 20% hinnehmen.

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