Neuer 10-Euro-Schein: besser geschützt vor Fälschungen

Auf die steigende Zahl von Banknoten-Fälschungen reagiert die Europäische Zentralbank mit neu überarbeiteten Euroscheinen. Nachdem im Mai vergangenen Jahres bereits ein modifizierter 5-Euro-Schein eingeführt wurde, folgt nun ein neuer 10-Euro-Schein: Yves Mersch, Direktor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt, präsentierte am 13. Januar die in Material und Design komplett überarbeitete Banknote. Mehrere zusätzliche Sicherheitsmerkmale sollen das Fälschen des modernisierten 10-Euro-Scheins erschweren.

Die neue Banknote wird robuster und gewinnt an Gewicht

Neuer 10 Euro ScheinDie Farbe des neuen 10-Euro-Scheins bleibt unverändert rot, jedoch wurde das Design der Banknote erneuert. Zudem wurde der Zehner-Schein auf verschiedenste Details hin überarbeitet. Dies erfüllt auch den Zweck, dass der Bürger zukünftig die Echtheit eines Scheins leichter erkennen kann. Fälschern sollen die neuen Materialausführungen das Handwerk so weit wie möglich erschweren. So macht eine zusätzliche Lackierung die Banknote, die laufend ihren Besitzer wechselt, noch strapazierfähiger: Der 10-Euro-Schein wird somit robuster, gleichzeitig aber auch etwas dicker und schwerer.

Welche Veränderungsmerkmale sind noch zu beachten?

Die Smaragdzahl der Banknote (die Zehn unten links auf der Vorderseite) wechselt ihre Farbe: Je nach Blickwinkel erscheint sie von smaragdgrün bis dunkelblau. Zudem wurde an beiden Seiten des 10-Euro-Scheins ein ertastbares Relief hinzugefügt. Die Abkürzung für die Europäische Zentralbank ist auf der neuen Banknote in neun statt bisher in fünf Sprachen aufgedruckt. Überdies ist auf dem neuen Schein das Porträt von Europa, einer Figur der griechischen Mythologie, sowohl im Wasserzeichen als auch im Hologramm-Streifen neben der Wertzahl und dem charakteristischen Bauwerk abgebildet.

Neuer 10-Euro-Schein wird ab September 2014 verbreitet

Die neuen 10-Euro-Banknoten kommen ab dem 23. September 2014 in Umlauf. Nach und nach werden anschließend die bisherigen Zehner aus dem Verkehr gezogen. Bislang steht noch kein Termin dafür fest, ab wann die 2002 eingeführten ersten Eurobanknoten ihre Gültigkeit verlieren.Auf den neuen 10-Euro-Schein werden weitere Banknoten-Überarbeitungen folgen – in aufsteigender Zahlenfolge wird 2015 dann ein neuer 20-Euro-Schein in Umlauf gebracht. Trotz signifikanter Überarbeitungen – das zentrale Euroschein-Erkennungsmerkmal bleibt: Bei sämtlichen neuen Scheinen wird das thematische Hauptmotiv „Zeitalter und Stile“ mit architektonischen Abbildungen aus verschiedenen Epochen fortgeführt.

Steigende Fälschungszahlen innerhalb der Euro-Zone

Neuer 10-Euro-Schein als Garant für mehr Geldsicherheit: Mit den generalüberholten Banknoten reagiert die EZB vor allem auf die steigende Anzahl von Fälschungen. So wurden seitens der EZB im zweiten Halbjahr 2013 353.000 „Blüten“ entdeckt: elf Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte. Im Vergleich zu den sich im Umlauf befindlichen Euroscheinen (über 15 Milliarden) ist die Anzahl der gefälschten Scheine jedoch sehr gering. Am häufigsten wird laut EZB der 20-Euro-Schein gefälscht: 43 Prozent der „Blüten“ sind Zwanziger, 35 Prozent sind 50-Euro-Scheine. Fast alle falschen Euro-Noten wurden 2013 innerhalb der Euro-Zone sichergestellt.

Bildquelle: pixabay.com – © by stux

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