Profifußballer als Geldanlage – auch hier begeistert König Fußball die Massen

Profifußballer als Geldanlage

Profifußballer als Geldanlage

Wenn Profifußballer aus welchem Grund auch immer den Verein wechseln, werden oftmals Summen aufgerufen, die “Otto Normalverbraucher“ kaum fassen kann. Wer als Kapitalanleger an immer neuen und vor allem lukrativen Anlagemöglichkeiten interessiert ist und sich vorstellen kann, in Fußballerbeine zu investieren, hat jetzt neue Optionen. Profifußballer als Geldanlage – für Fußballfans mit entsprechendem Kapital eine Traumvorstellung. Ein spezielles Emissionshaus für “Investitionen in Spieler-Transferrechte“ macht es nun möglich, an einem Vereinswechsel von Lahm, Schweinsteiger, Reus & Co. mitzuverdienen.

Spielertransfer im Profifußball – Chancen und Risiken für Kapitalanleger

War es hierzulande bislang undenkbar, am Transfer eines Profifußballers zu partizipieren, zählt es beispielsweise in Brasilien seit Jahren zu den Gepflogenheiten des Kicker-Geschäfts. Und dass man es am Zuckerhut versteht, von einem Spielertransfer zu profitieren, wird immer wieder deutlich. Tausende Brasilianer spielen im Ausland und nicht nur die Vereine reiben sich die Hände, wenn ein großes Talent nach Europa oder Asien wechselt. Auch diejenigen, die zuvor Anteile an den Transferrechten erworben haben. Will ein Klub aus der Fußball-Bundesliga einen Spieler aus Brasilien verpflichten, müssen sie sich nicht selten mit dem abgebenden Verein, mit Firmen und Privatpersonen einig werden, die allesamt mitverdienen wollen. Wenn der Profifußballer zur Geldanlage wird, können sich finanziell gut aufgestellte Fußballfans kaum etwas Schöneres vorstellen, als sich an einem Finanzgeschäft dieser Art zu beteiligen. Doch so verlockend dieses Anlagemodell im ersten Moment auch klingt, auch hier herrscht ein gewisses Risiko, das man sich stets vor Augen halten sollte.

Wenn Profifußballer zur Geldanlage werden

Das Hanseatische Fußball Kontor bietet designierten Anlegern eine Rendite von etwa acht Prozent. Doch hier sollten Anleger Vorsicht walten lassen, da natürlich nicht jeder Vereinswechsel von Erfolg gekrönt ist. Und wenn die Schweriner Finanzierer nicht mehr zahlungsfähig sind und Insolvenz anmelden, kann das eingebrachte Darlehen von Privatpersonen schnell weg sein. Das Hanseatische Fußball Kontor geht bei dem Anlagemodell jedenfalls wie folgt vor: Sie stellen dem Verein X einen gewissen Betrag zur Verfügung und erhalten im Gegenzug anteilig die Transferrechte an favorisierten Kickern. Wird dann der Spieler zu einem neuen und meist besseren Verein transferiert und konnte dieser in der Zwischenzeit seinen Marktwert steigern, halten sowohl die Kontor-Verantwortlichen als auch die privaten Investoren die Hand auf. Dass diese Rechnung natürlich nicht bei jedem Akteur aufgehen kann, sollte jedem Anleger klar sein. Schließlich ist nicht jeder Profi-Spieler in der Lage, sich in Windeseile zu verbessern und für jeden Verein einen gewissen Mehrwert darzustellen. Die Kapitalanleger sind jedenfalls darauf angewiesen, dass das Schweriner Finanzunternehmen eine gute Nase bei der Auswahl des kickenden Personals bewiesen hat und das investierte Geld innerhalb kürzester Zeit wieder eingespielt wird. Denn ein Mitspracherecht haben die Anleger nicht.

Vertrauen spielt eine große Rolle

Sollen also Profifußballer als Geldanlage herhalten, müssen sich angehende Kapitalanleger näher mit der Materie beschäftigen und abwägen, ob ein solches Modell überhaupt infrage kommt. In Fußballer-Karrieren zu investieren ist ja schön und gut, oftmals werden hierbei auch mit horrenden Summen selbst für nahezu unbekannte Spieler gehandelt, doch Emotionen sind hier fehl am Platz.

Problematisch ist zudem in diesem Bereich, wenn die Vereine in Sachen Transfererlöse Stillschweigen vereinbaren und der Anleger nicht weiß, welche Summe er nun bei einem Vereinswechsel einstreicht. Der private Investor ist dann auf die Fairness des Emissionshauses angewiesen. Und da bekanntlich jeder etwas vom großen Kuchen abhaben will, muss der Kapitalanleger für sich selbst entscheiden, ob einem das Modell “Profifußballer als Geldanlage“ zusagt oder eben nicht. Lukrativ kann es allemal sein – dem Finanzierer sollte man auf jeden Fall vertrauen können.

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