Schufafreie Kreditkarte – Wahrheit oder Mythos?

Sucht man bei Google unter dem Stichwort „schufafreie Kredite“, so taucht der Begriff bereits in der Mitte der Eingabe als Vorschlag auf. Offenbar ist sie beliebt, die schufafreie Kreditkarte. Das Problem ist nur: Oft hält sie nicht, was sie verspricht.

Denn der Name „Kreditkarte“ impliziert einen Kredit, den man bei der schufafreien Variante jedoch vermisst. Verständlich, denn wer vergibt sein Geld schon ohne Sicherheiten an Unbekannt, ohne zu wissen, ob er es jemals zurückbekommt? Zumindest keine seriöse Bank. Aus diesem Grund sollten Sie Angeboten über eine schufafreie Kreditkarte stets mit wachem Misstrauen begegnen.

Schufafreie Kreditkarte … aber es gibt sie doch

Sicher, Sie können auch bei seriösen Banken eine schufafreie Kreditkarte beantragen, und das hat sogar einige Vorteile. Nur einen Verfügungsrahmen erhalten Sie eben nicht. Das heißt, Sie können Ihre schufafreie Kreditkarte für zahlreiche Transaktionen, die dieser Zahlungsmethode vorbehalten sind, nutzen. Beispielsweise über das Internet bestellen oder Reisen buchen. Allerdings nur mit dem Geld, über das Sie auf Ihrem Girokonto verfügen. Sie müssen also erst etwas auf dem Konto haben, um es ausgeben zu können. Das Gleiche gilt übrigens auch für die schufafreie Kreditkarte aus dem Ausland. Auch hier müssen Sie zuerst ein Konto eröffnen und mindestens den Betrag, über den Sie verfügen wollen, einzahlen.

Der Vorteil: Man kann sein Konto weder überziehen, noch kann es bei Diebstahl der Karte über den bestehenden Betrag hinaus leergeräumt werden. Dabei ist die schufafreie Kreditkarte mit Ausnahme des Überziehungsrahmens als vollwertige Kreditkarte einsetzbar. Selbst dann, wenn negative Schufa-Einträge vorhanden sein sollten oder ein vergangener Kreditkartenantrag abgelehnt wurde. Es findet keine Bonitätsprüfung statt. Allerdings wird für eine schufafreie Kreditkarte meistens ein monatlicher Beitrag fällig, wodurch sie in der Regel teurer ist als eine „normale“ Karte.

Somit eignet sich die schufafreie Kreditkarte vor allem für all diejenigen, die nur die Zahlungsmöglichkeiten einer Kreditkarte nutzen und dafür keine Bonitätsprüfung in Kauf nehmen möchten.

 

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2 Kommentare.

  1. Die Prepaid Kreditkarte hat mittlerweile einen deutlich höheren Stellwert, als noch vor einigen Jahren – und ist keinesfalls mehr nur ein Produkt für Menschen mit negativer Auskunft und schlechter Bonität.

  2. Johanna Schütte

    Hallo zusammen,
    vielen Dank für den Beitrag. Leider sind „Prepaid Kreditkarten“ in Deutschland viel zu wenig bekannt.
    Ich habe seit längerer Zeit eine SupremaCard, eine Prepaid MasterCard mit Online-Konto, und ich muss sagen, ich bin begeistert. Ich hatte vorher eine Standard-Kreditkarte beantragt, wegen einem negativen Eintrag bei der Schufa aber keine bekommen. Da bin ich auf die Prepaid MasterCards gestoßen. Schon die Registrierung für die Karte war ruckzuck erledigt. Und die Gebühren sind alle klar aufgeschlüsselt, man braucht keine versteckten Kosten zu fürchten. Ich kann die SupremaCard weltweit einsetzen und im dazugehörigen Online-Konto habe ich alle meine Daueraufträge eingerichtet. Gleichzeitig bin ich durch die Prepaid-Funktion vor Verschuldung abgesichert.
    Ich kann die SupremaCard wirklich nur weiterempfehlen.
    Viele Grüße!

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