SEPA Überweisung – alles rund um die neue Nummer

Durch die SEPA Umstellung, mit der seit Anfang 2008 einheitliche Regeln für Überweisungen innerhalb Europas (auch für die Schweiz, Norwegen, Island, Monaco und Liechtenstein) festgelegt wurden, wird der internationale Zahlungsverkehr einfacher, schneller und günstiger. Ab Februar 2014 ist die Verwendung der neuen IBAN für jede SEPA Überweisung Pflicht – und zwar für jeden Kontoinhaber vom internationalen Konzern bis zur Privatperson.

Was bedeutet „SEPA Überweisung“?

Die Abkürzung „SEPA“ steht für Single Euro Payments Area – sinngemäß für einen europaweit einheitlichen Standard im bargeldlosen Zahlungsverkehr. Seit 2008 kann die neue SEPA Nummer IBAN (International Bank Account Number) genutzt werden – allerdings verwendeten die Deutschen sie in der Regel nur bei Transaktionen ins Ausland. Ab Februar ist die IBAN für jede SEPA Überweisung, jede SEPA Lastschrift und jedes SEPA Mandat auch innerhalb Deutschlands zwingend erforderlich.

Die notwendigen Nummern sind auf den aktuellen Kontoauszügen zu finden und können bei der jeweiligen Bank erfragt oder beim Online-Banking eruiert werden.

SEPA Überweisung

Kontonummer und Bankleitzahl in einem

Die alte deutsche Kontonummer wird künftig durch die IBAN ersetzt, die weltweit für das jeweilige Girokonto gültig ist. Mit ihr wird auf einer SEPA Überweisung aber auch die gesonderte Angabe der Bankleitzahl hinfällig. In vielen Ländern gab es diese ohnehin nie als getrennte Angabe – etwa in Belgien, Norwegen oder Schweden.

Die deutsche IBAN setzt sich wie folgt zusammen:

  • Länderkürzel mit zwei Buchstaben (für Deutschland: „DE“)
  • zweistellige, numerische Prüfziffer
  • achtstellige Bankleitzahl im Empfängerland
  • maximal zehnstellige Kontonummer (kürzere Nummern werden am Ende mit Nullen aufgefüllt).

So könnte eine komplette IBAN auf einer SEPA Überweisung aussehen: DE21123456786543210000. Für deutsche Kontoinhaber ändert sich also nur, dass sie sich das eigene Länderkürzel und die zweistellige Prüfnummer merken müssen.

Die IBANs sind von Land zu Land unterschiedlich lang, dürfen aber maximal 34 Zeichen umfassen. Die kürzeste IBAN haben mit 15 Zeichen die Norweger. Die längste Nummer für eine SEPA Überweisung muss man in Malta aufschreiben – hier sind es stolze 31 Zeichen. Eine deutsche IBAN hat immer 22 Stellen.

Übrigens: Eine SEPA Überweisung ist nur mit der Währung Euro möglich. Für alle anderen Währungen muss eine Auslandsüberweisung vorgenommen werden.

Was hat es mit dem BIC auf sich?

Beim BIC (Bank Identifier Code) handelt es sich um einen internationalen Code, mit dem jede Bank eindeutig identifiziert werden kann – vergleichbar mit der in Deutschland verwendeten Bankleitzahl. Er besteht aus einer acht- oder elfstelligen Buchstabenfolge, die derzeit bei jeder SEPA Überweisung angegeben werden muss. Da in der IBAN allerdings bereits die Bankleitzahl enthalten ist, soll ab Februar 2014 der BIC bei einer SEPA Überweisung innerhalb Deutschlands wegfallen. Ab Februar 2016 ist das auch für internationale Zahlungen vorgesehen.

Bildquelle: pixelio.de – © by Thorben Wengert

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