Sind Förderkredite wirklich lohnenswert?

In Deutschland haben Förderkredite zwei große Vorteile. Sie sind mit niedrigen Zinsen ausgestattet und bringen besonders lange Laufzeiten mit, in die sogar oftmals ein tilgungsfreier Anlaufzeitraum integriert ist. Wem es auf diese Aspekte ankommt, der ist mit einem Förderkredit gut beraten, den es sowohl für Immobilienprojekte als auch für Existenzgründung und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in bestehenden Unternehmen gibt.

Ein echtes Manko der Förderkredite ist die Tatsache, dass sie häufig mit einem Disagio ausgestattet sind. Als Disagio wird in der Bankenfachsprache der Anteil der Kreditsumme bezeichnet, der nicht mit ausgezahlt wird. Dadurch ist man gezwungen, eine höhere Kreditsumme aufzunehmen, als man tatsächlich braucht. Das könnte einen Förderkredit unter Umständen sogar teurer machen, als wenn man sich beispielsweise einen gewerblichen Investor sucht.

Solche Mäzene für Existenzgründer werden auch als Business Angels bezeichnet. Sie stellen nicht nur Geld zur Verfügung, sondern werden auch als fachkundige Berater mit in das zu finanzierende Unternehmen einbezogen. Das sichert dem Existenzgründer gute Startbedingungen. Als Alternative zu den Förderkrediten stehen im Immobilienbereich auch die Kapitalmarktemissionen zur Auswahl. Dabei werden Wertpapiere ausgegeben, mit denen beispielsweise künftige Haus- und Wohnungseigentümer ihr Eigenkapital bereits in der Planungs- und Bauphase zur Verfügung stellen. Diese Wertpapiere werden bei der späteren Finanzierung durch die Bank vollständig als Eigenkapital anerkannt.

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