Sind Pflegeimmobilien als Kapitalanlage geeignet?

Pflegeimmobilien als Kapitalanlage

Pflegeimmobilien als Kapitalanlage

Die Immobilie als Geldanlage ist keinesfalls ein neuer Trick. Dabei stehen in der Regel Wohn- oder Gewerbeimmobilien im Fokus. Wer aus dem demografischen Wandel in Deutschland Profit schlagen möchte, sollte jedoch Pflegeimmobilien als Kapitalanlage in Betracht ziehen.

Die Gründe liegen auf der Hand: Die Belegungsrate von Pflegeheimen und vergleichbaren Einrichtungen nimmt seit Jahren konstant im Steigen zu. Wer in eine solche Immobilie investiert, braucht also nicht mit langanhaltenden und kostenintensiven Leerständen zu rechnen. Die steigende Lebenserwartung führt dazu, dass es in Deutschland insgesamt mehr betreuungs- und pflegebedürftige Menschen gibt als noch vor zehn Jahren.

Barrierefrei ist seniorenfreundlich

Immobilien dieser Art nehmen verschiedene Formen an. Beispielsweise kann man eine oder mehrere Seniorenwohnungen erwerben, die selbstverständlich bestimmte Anforderungen erfüllen müssen: Eine Alten- oder Pflegeimmobilie muss barrierefrei angelegt sein, sodass sie nötigenfalls auch von einem an den Rollstuhl gebundenen Menschen genutzt werden kann. Liegt sie nicht ebenerdig, muss ein Fahrstuhl oder zumindest ein Treppenlift vorhanden sein. Bodengleiche Duschen oder Badewannen, rutschfeste Untergründe sowie Halte- und Stützvorrichtungen gehören ebenfalls zum Standard.

Alternativ kann man in eine Immobilie investieren, die zum betreuten Wohnen vorgesehen ist, die Anforderungen an die Zugänglichkeit sind hier jedoch die gleichen. Wer sich ausführlicher zu diesem Thema informieren und somit bei der Begutachtung zum Verkauf stehender Immobilien vorbereitet sein will, sollte einen Blick in die DIN 18040 (Barrierefreies Bauen) werfen. Diese bezieht sowohl Wohnungen als auch öffentlich zugängliche Bauwerke ein.

Eine Chance für Vorausschauende

Für Großinvestoren gibt es die Möglichkeit, komplette Pflegeheime zu kaufen. Da die Auslastung bestehender Heime in Deutschland derzeit ausgesprochen hoch ist, kommt man der Gemeinschaft mit einem solchen Schritt optimal entgegen und kann sich jederzeit auf eine hohe Auslastung – und damit Rendite – der Immobilie verlassen. Die steigende Nachfrage führt zu einem höheren Kaufpreis, während zugleich aufgrund des stabilen Kapitalertrags gewährleistet ist, dass man das Pflegeheim praktisch jederzeit weiterverkaufen kann. Kurzum: eine ideale Anlageimmobilie.

Information ist der Schlüssel

Im Internet gibt es zu diesem Thema eigene Info- und Vermittlungsportale, denen man einen Besuch abstatten sollte, wenn man plant, eine Seniorenwohnung zu kaufen. Hier informiert man sich nicht nur über die Vorteile und Bedingungen der einzelnen Anlageformen, sondern fordert auch gleich passende Angebote an. Im Vorfeld sollte man sich ausführlich beraten lassen, die zum Verkauf stehende Immobilie jedoch auch persönlich in Augenschein nehmen und beurteilen. Wie bei jedem anderen Bauwerk kann es auch hier schwere Mängel geben, die dazu führen, dass die prognostizierte und tatsächliche Auslastung weit auseinanderklaffen. Am besten, man hat bei der Besichtigung einen Fachmann dabei oder ist selber entsprechend versiert.

Lange Wohndauer, hohe Auslastung, ruhige Mieter – in vielerlei Hinsicht eignen sich Pflegeimmobilien hervorragend als Kapitalanlage. Der demografische Wandel bringt auch günstige Gelegenheiten mit sich. Man muss nur verstehen, sie zu erkennen.

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