So können Sie Ihre Überweisung zurückholen

Ist das Ihnen auch schon einmal passiert? Beim Überweisen eines im Internet ersteigerten Artikels versehentlich bei den Kontodaten vertippt, und schon landet das Geld auf einem falschen Bankkonto. Vor allem beim Online-Banking, beispielsweise von einem Tablet-PC oder Smartphone aus, kommt es hin und wieder beim Tippen zu Zahlendrehern. Das fatale Resultat: eine Fehl-Überweisung! In so einem Fall ist der Ärger groß. Der Verkäufer wartet auf eine Zahlung, die nicht eingeht, meldet schlimmstenfalls gar einen unbezahlten Artikel und Sie bekommen weder die ersteige Ware noch Ihr Geld wieder. Oder ist es doch irgendwie möglich, dass Sie so eine Überweisung zurückholen?

Überweisung rückgängig machen: Jetzt ist Schnelligkeit gefragt!

Überweisung zurückholenWeil laut einer EU-Richtlinie zum Zahlungsverkehr Banken nicht mehr verpflichtet sind, den Namen des Empfängers mit der Kontonummer abzugleichen, müssen Verbraucher grundsätzlich für einen derartigen Fehler selbst haften. Trotzdem ist es manchmal möglich, Ihre fehlgeleitete Überweisung rückgängig zu machen. Dabei kommt es vor allem auf Schnelligkeit an. Denn je rascher Sie bemerken, dass Ihnen beim Zahlungsverkehr ein Versehen unterlaufen ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie diese Überweisung zurückrufen können. Wenden Sie sich deshalb sofort an Ihre Bank, wenn Sie glauben, dass Ihre Zahlung auf ein falsches Konto gebucht worden sein könnte und teilen Sie ihr mit, dass Sie eine falsche Überweisung zurückholen möchten.

Unter diesen Umständen kann man seine Überweisung zurückrufen:

Ist Ihr Geld noch nicht von Ihrem Girokonto eingezogen worden und noch nicht auf einem Empfängerkonto gutgeschrieben, dann können Sie die Überweisung noch rückgängig machen. Doch was können Verbraucher tun, die ihren Fehler zu spät bemerken? Generell gilt: Sobald Ihre Zahlung auf dem Empfängerkonto verbucht wurde, kann Ihre Hausbank nicht mehr eingreifen und Sie können von dieser keine Erstattung der Überweisung einfordern. Ist nun alles verloren? Nein, nicht unbedingt. Auch für diesen Fall bieten Geldinstitute eine Lösung an, für die der Kunde jedoch bezahlen muss: Sie wenden sich an die Bank oder Sparkasse des Empfängers, die wiederrum ihren Kunden zur Rückgabe des Betrags auffordert. Aber nicht immer lohnt es sich für den Verbraucher, eine Überweisung rückgängig zu machen. Denn manchmal fallen die Kosten dafür höher aus, als der falsch überwiesene Betrag. Im Schnitt muss man für so eine Rückholaktion zwischen zehn und 15, im Extremfall sogar bis zu 25 Euro berappen. Daher ist es ratsam, sich zunächst zu informieren, welche Gebühren Ihre Bank berechnet, wenn sie Ihre Überweisung zurückholen soll.

Bildquellen: flickr.com – © by Matthew Robertson

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