Archiv nach Schlagworten: Börse

Wird die Finanztransaktionssteuer durchgesetzt?

An bekannten Börsenplätzen respektive Finanzstandorten wird die Diskussion über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer mit Argusaugen verfolgt. Transaktionen, die sich in hochspekulativen Sphären bewegen und vor gar nicht langer Zeit echte Krisen auslösten, sollen besteuert werden. Die Idee dahinter: Stabilisierung der Finanzmärkte. Eine Finanztransaktionssteuer soll also verhindern, dass sich der automatisierte Hochgeschwindigkeitshandel (High Frequency Trade) „vogelfrei“ bewegen kann und für Krisen in gleich mehreren Staaten verantwortlich ist. Dass das nicht im Sinne der Banken ist, ist verständlich. Schließlich wollen Finanzhäuser auch weiterhin die Legitimation für umfassende Spekulationen haben, um kräftig daran zu verdienen. Doch übermäßige Spekulationen an den Finanzmärkten sind immer auch mit einem gewissen Risiko verbunden, das die großen Banken weltweit gerne in Kauf genommen haben. Warum auch nicht – wurden doch in der jüngsten Vergangenheit diverse Banken von Staatsseite gerettet, wenn dann doch mal die Schieflage eingetreten ist.

Befürworter und Gegner der Finanztransaktionssteuer

FinanztransaktionssteuerWie bei allen wegweisenden Entscheidungen gibt es vielerorts ein Für und Wider. Was die Finanztransaktionssteuer in Deutschland betrifft, war man in der Vorgänger-Regierung noch gespalten. CDU/CSU waren irgendwann für die Einführung der Finanztransaktionssteuer, der damalige Koalitionspartner FDP jedoch strikt dagegen. Die Opposition war auch dafür und so entbrannten hitzige Diskussionen. Nach dem Schwarz/Gelb nicht mehr in der Verantwortung stand und die SPD die große Koalition vervollständigte, war man sich schnell einig, dass hierzulande die Finanztransaktionssteuer eingeführt wird. Soll heißen: Der Kauf von Finanzprodukten beziehungsweise der Handel mit Wertpapieren soll mit Weiterlesen »

Niemand liked die Facebook-Aktie

Die ganze Börsenwelt hat 40 Tage lang gerätselt: Warum ist die Aktie des weltweit einflussreichsten sozialen Netzwerks bei ihrem Start so stark gefloppt? Wie konnte es nur sein, dass Mark Zuckerberg und sein Imperium aus Likes, Kommentaren und geteilten Bildern an der Börse so verhalten aufgenommen wurden? Noch im März verriet die WELT, dass Facebook bei seinem Börsengang mehr wert sein werde als BMW, Adidas und die Deutsche Bank zusammen. Doch was tatsächlich geschah: Die Kurse für das Wertpapier purzelten in den Keller. Die Antwort, mit der sich die Finanzwelt jetzt begnügt, ist denkbar simpel: Die Aktie ist einfach mit einem zu hohen Wert eingestiegen. Sie glich einem Radfahrer bei der Königsetappe der Tour de France, der in Führung liegt und kräftig in die Pedale tritt – obwohl er weiß, dass er überdreht hat und auf seinem Weg ins Ziel vom gesamten Feld überholt werden wird. Weiterlesen »

Zeigt Facebook jetzt sein wahres Gesicht?

Anlässlich des bevorstehenden Börsengangs verspricht Facebook nun, ganz neue Einblicke zu gewähren. Da wird der ein oder andere User sicherlich Augen machen, wenn er erfährt, was da so alles über ihn gespeichert wird. Wer bei Facebook aktiv ist, macht sich nämlich nicht nur durch das, was er postet, zum gläsernen Menschen für andere, die dann den entsprechenden „Gefällt mir“-Button klicken. Auch der Anbieter selbst sammelt munter alle möglichen Informationen über alle, die soziale Kontakte über Facebook pflegen.

Da das Zauberwort der Moderne allerdings Transparenz heißt, soll nun jeder die Möglichkeit bekommen, zu erfahren, was Facebook alles gespeichert hat. Das soll sich positiv auf den geplanten Börsengang auswirken, auch wenn der Ansatz eigentlich nicht neu ist. Schon seit 2010 kann man schließlich als Nutzer per Download erfahren, was da im Speicher liegt. Allerdings soll es dabei erhebliche Lücken geben und das ganze Verfahren zeichnet sich nicht gerade durch seine Anwenderfreundlichkeit aus. Das soll sich nun also ändern.

Künftig kann man dann vielfältigste Informationen über sich runterladen, die Facebook auf Lager hat. Dadurch, dass Facebook transparenter wird, könnte so manchem User bewusst werden, wir durchsichtig er selbst eigentlich dadurch geworden ist, dass er sich registriert hat. Die Frage ist nur, ob das wirklich viele interessiert, die tagein, tagaus munter im Facebook blättern.

Von Lethargie zu Hyperaktivität – DAX sorgt mit 7.000-Punkten für Furore an der Börse

Die jüngsten ifo-Konjunkturperspektiven für Deutschland stimmen Anleger zuversichtlich. Erstmals seit dem „Katastrophensommer“ 2011 hat der deutsche Leitindex die psychologisch wichtige Hürde von 7.000 Punkten geknackt. Verantwortlich dafür sind vor allem die mittelfristigen Erwartungen von Analysten und institutionellen Anlegern an die Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung.

Weiterlesen »

Mit dem Dax geht‘s wieder aufwärts

Erstmals seit August 2011 stieg der Dax am Dienstag den 13. März 2012 wieder über die Marke von 7.000 Indexpunkten. Die Wirtschaft sieht sich beflügelt und im Aufwind, und vielen Börsianern waren die Freude und Erleichterung deutlich anzusehen. War doch in den vergangenen Wochen bislang an der 7.000er-Marke immer Schluss gewesen.

Auch wenn der Dax mit 6.995,91 Punkten und weiterlesen

Höhenflug an der Börse – einsteigen oder besser bleiben lassen?

„Griechenland-Krise abgehakt, Zinsen niedrig, Top-Ausgangslage, weltweiter Börsen-Höhenflug, DAX auf 18-Monats-Hoch (6.814,31 Punkte), Dow Jones peilt 11.000.Marke an.“ – Diese Meldung aus dem Focus Online vom 29.03.2010 ist nicht aktuell, könnte es aber sein.

Hoffnungsfroh startete die Börse auch in 2011. Der Dax nahm zum Jahresbeginn problemlos die magische 7.000-Punkte-Hürde, der Dow Jones bewegte sich um die 12.000 Punkte. Auch jetzt, zu Beginn des Jahres 2012, preisen Experten wieder einmal einhellig die Hochstimmung an den internationalen Börsen. Der DAX bewegt sich – man staune – bei 6.800 Punkten und habe gute Aussichten, die 7.000er Marke zu knacken. Ähnlich gut weiterlesen

Facebook packt den Stier bei denen Hörnern

Zumindest erhoffen dies viele Anleger. Der Börsengang von Facebook ist einer der heiß erwartetsten Börsengänge seit einem langen Zeitraum. Bereits heute, wird vielfach gemunkelt soll der große Tag sein, an dem die nötigen Papiere dem SEC übergeben werden. Es wird mit einem Firmenwert zwischen 75 bis 100 Milliarden Euro gerechnet und würde damit mehr wert sein als z.B. Siemens. Das Unternehmen möchte laut Wall Street Journal zehn Milliarden Dollar durch den Börsengang einnehmen. Sollte dies funktionieren, ist Mark Zuckerberg ein wahrer Coup geglückt und sein soziales Netzwerk steigt zu einem der größten Unternehmen auf. Ob das ganze funktioniert werden wir dann erst diesen Sommer erfahren.

 

Wer erinnert sich da nicht an die Zeit Ende der 90er Jahre als viele Börsengänge von Internetfirmen zerplatzten, wer früh ausstieg, machte Millionen. Erinnern wir uns an Yahoo: 1997 lag die Aktie bei 0,86 Euro, den Höchstwert erreichte sie Anfang 2000 mit 119,55 Euro und 2010 war sie nur noch 12,57 Euro wert. Wer um 2000 einstieg hatte eindeutig das Nachsehen.  Aktuell wollen wieder viele Internet Unternehmen aufs Parkett,  in der letzten Zeit erfolgreich geschafft haben dies das berufliche Netzwerk LinkedIn, das Schnäppchenportal Groupon und der Spieleentwickler Zynga („Farmville“). Google ist bereits seit längerem erfolgreich an der Börse notiert.

 

Es gibt allerdings viele Gegenstimmen, zu denen ich auch gehöre, die Facebooks Börsengang nicht so positiv sehen. Klar wird wie bei Yahoo oder der Telekom am Anfang ein Hype entstehen, der kurzfristig für viele Spekulanten einen satten Gewinn bringen wird. Langfristige Anleger werden allerdings enttäuscht werden, denn bei der Größe werden immer mehr Gewinne erwartet, die das Unternehmen erst einmal erwirtschaften muss. Das wird Facebook allerdings nicht einfach fallen, sein aktueller Wert liegt in den Daten der Nutzer und die sind von einigen geplanten Änderungen nicht so begeistert und könnten Facebook den Rücken kehren. Das Wachstum an Nutzern stagniert bereits.

„Wall Street 2“ in real? Die Chancen und Risiken von Turnarounds

Normalanleger, Zocker und professionelle Spekulanten – sie alle hegen den Traum vom großen Geld. Durch möglichst geschickte Ein- und Verkäufe versuchen sie, an den Börsen dieser Welt aus 10.000 Euro 100.000 Euro oder mehr zu machen. Doch Risikobereitschaft und Einsatzfreude allein bringen noch keinen Gewinn. Ohne eine durchdachte Strategie, Hintergrundwissen und möglichst viel Erfahrung landet man nur selten einen Volltreffer.

Daher folgt hier ein kleiner „Spekulations-Leitfaden“, mit dem auch Neuanleger satte Gewinne einfahren können. Die Rede ist von Turnarounds – der Königsdisziplin für Manager.

Turnarounds bezeichnen in der Wirtschaft die Kehrtwende existenziell krisenbedrohter Unternehmen, denen es gelingt, aus der Verlustzone herauszukommen und sich langfristig zu stabilisieren und wieder Gewinne zu machen. weiterlesen

Weltweite Kursrückgänge – Folgen für Privatanleger

In den letzten Tagen kam an weltweit an allen Börsen zu teilweise massiven Kursrückgängen, betroffen waren davon vor allem die Bankwerte – im Speziellen die Deutsche Bank – welche zusätzlich durch die Ermittlungen der englischen Börsenaufsicht und Schadensersatzerforderungen in den Vereinigten Staaten unter Druck geraten ist.

Ein weiterer Faktor für den Niedergang der Kurse sind die gestiegenen Refinanzierungskosten für Staatsanleihen, sämtliche südeuropäischen Länder, insbesondere Italien sehen sich gezwungen erneut mehr Zinsen auf Staatsanleihen zu geben.

Was bedeutet der Abwärtstrend and den Börsen für den Privatanleger? Zu aller erst mal Ruhe bewahren. Denn es handelt sich hierbei nicht um eine Panik, sondern vornehmlich um Reaktionen auf einzelne Ereignisse am Finanzmarkt. Daher gilt es weiterhin besonnen mit dem eigenen Portfolio umzugehen. Lediglich Anleger welche gerade Geld neu investieren müssen oder wollen, und dabei konservativ zu Werke gehen möchten, sehen sich mit besonders niedrigen Zinsen für die nachgefragten französischen und deutschen Staatsanleihen konfrontiert.

Ein wenig anders sieht es bei Krediten und bei Lebensversicherungen aus. Da die Kosten für die Refinanzierung von Krediten für die Banken relativ hoch sind, werden einige versuchen diese an die Kunden weiterzugeben. Auch die Lebensversicherer haben im Moment Schwierigkeiten den ihren Kunden garantierten Zins zu erzielen, da sie größtenteils in festverzinsliche Papiere investieren. Es ist damit zu rechnen das der Garantiezins über kurz oder lang unter zwei Prozent fällt.

Aktien als Geldanlage

Wie wird das Leben in späteren Jahren aussehen? Wird die Rente reichen, oder lohnt es sich privat noch Geld zu investieren? Alle die auf der sicheren Seite stehen wollen, wenn das Rentenalter kommt, die sind gut beraten, schon frühzeitig Geld anzulegen. Aktien sind eine Möglichkeit, denn wer geschickt ist und sich gut an der Börse auskennt, der kann mit Aktien Geld verdienen.

Wer Aktien kauft, der erwirbt praktisch einen kleinen Teil eines Unternehmens oder einer Firma, die an der Börse notiert ist. Erwirtschaftet ein Unternehmen gute Umsätze, dann steigen auch die Aktien, laufen die Geschäfte nicht so besonders gut, dann fällt der Aktienkurs. Die Kunst beim Handel mit Aktien besteht darin, seine Aktien zu einem möglichst günstigen Kurs zu kaufen und sie dann wieder zu verkaufen, wenn der Kurs hoch ist. Wer mit Aktien Geld verdienen will, der sollte sich besonders als Anfänger von einem erfahrenen Bankfachmann oder aber von einem sogenannten Broker beraten lassen.