Archiv nach Schlagworten: Eurokrise

Euro-Zone vor dem Kollaps – bringen Sie Ihr Vermögen rechtzeitig in Sicherheit

Das Vertrauen in den Euro ist tief erschüttert, das Krisenmanagement der Europäer angesichts der anhaltenden Staatsschuldenkrise stark in der Kritik. Professionelle Anleger sind längst dabei, ihr Vermögen, zumindest teilweise, ins Ausland zu transferieren. In Staaten außerhalb der Euro-Zone, deren Währungen noch als stabil gelten: Nach Skandinavien, in die USA nach Kanada oder Singapur.

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Finanzielles Biedermeier im Europa der Inflation

Die großen Banken möchten dem deutschen Michel den finanziellen Biedermeier in die Schuhe schieben – weil der Sparer in Deutschland Angst um seine Einlagen hat. Ein bisschen Inflation wäre nicht so schlimm, so lautet der allgemeine Tenor der Kreditinstitute.

Im Gegenteil: Staatliche wie private Schuldner werden ihre Rückstände in Windeseile los und die Geldentwertung führt obendrein noch dazu, dass alle eifrig investieren – weil man lieber noch irgendetwas, als gar nichts mehr für seine Rendite bekommen möchte. Das ist gut, denn dann brummt die Wirtschaft. Und die schafft wiederum neue Arbeitsplätze…

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Wahlsieg Hollandes in Frankreich: ein neuer finanzpolitischer Weg für die EU?

Sparen oder nicht sparen, diese Frage zerrt nach dem Wahlsieg François Hollandes erneut an Europas Nerven. Denn Hollande will den Europäischen Fiskalpakt, der am 2. März 2012 nach langwierigen Verhandlungen von allen EU-Staaten, mit Ausnahme von England und Tschechien, unterzeichnet wurde, neu verhandeln. Der Pakt sieht strengere Sanktionen für Staaten vor, die die vertraglich festgesetzte Oberschuldengrenze von drei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts überschreiten. Ihnen droht bei Verletzung der Stabilitätskriterien eine Anklage beim Europäischen Gerichtshof. Fällt dessen Urteil zu ihren Ungunsten aus, wird ein Zwangsgeld in Höhe von maximal 0,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erhoben, das in einen Stabilitätsmechanismus (ESM) fließen soll, um Länder, die sich zur Senkung ihrer Neuverschuldung verpflichtet haben, zu unterstützen.

Die EU macht Hollandes Haltung nervös, der sich bislang hartnäckig weiterlesen

Großbanken wollen EU-Milliardenhilfen frühzeitig zurückzahlen

EZB MilliardenhilfenZur Bekämpfung der europäische Staatsschulden- und Bankenkrise drehte die EZB im Dezember 2011 und Februar 2012 ordentlich den Geldhahn auf. Insgesamt verlieh die europäische Notenbank rund 1000 Milliarden Euro an 100 Bankhäuser, und das zum Niedrigzins von nur einem Prozent, befristet auf drei Jahre. Das ist angeblich der Haken für viele Banken. Laut einem Bericht der Financial Times streben führende Kreditinstitute wie Unicredit, BNP Paribas, Société Générale und La Caixa an, Ihre Darlehen zum Großteil bereits innerhalb der kommenden zwölf Monate zu begleichen, anstatt zum Fälligkeitsdatum in 2014/15. Denn: Europas Bankhäuser sind auf der Suche nach längerfristigen Refinanzierungsmöglichkeiten.

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Beim Zeus! Land in Sicht dank Schuldenschnitt?

Die Griechen verweisen bekanntermaßen gerne auf ihre großartige Geschichte und die Helden der Antike. Während Herkules und Co. vor Tausenden von Jahren allerdings noch fleißig Ihre Heldentaten vollbrachten, haben sich ihre Nachfahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert und das stolze Griechenland ordentlich gegen die Wand gefahren. Da hilft auch keine List mehr, wie sie der gerissene Odysseus mehr als einmal an den Tag gelegt hat. Aber apropos Odysseus, derzeit befindet sich der griechische Staat auf einer ähnlichen Irrfahrt auf dem Finanzmeer wie seinerzeit der von den Göttern gestrafte Held. Weiterlesen »

ESM steht: 500 Milliarden Euro für Euro-„Krisenstaaten“

Am frühen Dienstagmorgen einigten sich die EU-Finanzminister auf einen Vertrag über einen permanenten Euro-Rettungsschirm. Dieser soll am Juli 2012 das Provisorium EFSF ablösen. Die derzeitige Planung sieht einen maximalen „Rettungsbetrag“ von 500 Milliarden Euro vor, mit dem die EU vor dem Bankrott stehenden Mitgliedstaaten im Ernstfall zur Seite springen kann. Der Barkapitalanteil liegt bei 80 Milliarden Euro, rund 22 Milliarden davon steuert Deutschland als größte Volkswirtschaft der Eurozone bei. Zur Aufstockung der „eisernen Reserve“ kommen weitere 168 Milliarden, die im Notfall auf Abruf bereitstehen sollen. Damit ist ein wichtiges Ziel der Eurozone erreicht: weiterlesen

Deflation, Inflation, Rezession ….die Katastrophe wird kommen

Bereits vor kurzem habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass unsere Staatsanleihen mit einem negativen Zins behaftet wurden. Nun werden sich einige freuen, dass dies nur zum Vorteil unseres Schuldenberges sein kann.
Jedoch hat der negative Zins auch einen sehr negativen Effekt: Deflation. Wir Deutschen, die eine absolute Angst vor der Inflation haben, werden jetzt jubeln im Herzen: das Geld wird wieder mehr Wert. Genau betrachtet haben wir aktuell aber eigentlich keine Inflation, zumindest nicht die, die durch die Medien propagiert wird. Da fällt mir nu zu ein: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Laut Statischen Bundesamt lag im November 2011 die Inflationsrate bei 2,4%, gefühlt lag sie für die meisten von uns allerdings höher. Dass die Inflationsrate gefühlt höher ist, liegt vor allem daran, dass die Berechnung der Inflation unter anderem auf einen vor Jahren festgelegten Warenkorb beruht, der nicht nur aus täglichen Bedarfsprodukten, wie Lebensmitteln besteht, sondern auch auf langlebige Konsumgüter, wie Autos.

Daher war auch der Aufschrei (zumindest von den Leuten die es mitbekommen haben), als die EZB Anfang Dezember die Druckpressen angeworfen hat so groß, dass Ende waren Versprechungen, alles zu tun um die Inflation aufzuhalten.

Die schlimmste Zeit jedoch war nicht die Inflation, sondern die darauf folgende Deflation 1930. Zunächst sah das ganze nicht schlimm aus, die Kaufkraft der Konsumenten steigt, was allen zugute kommt. Aber der massive Preisverfall hatte damals einen dauerhaften Effekt, keiner wollte investieren, in Produkten, die innerhalb kürzester Zeit weniger wert sind. Es musste Personal abgebaut werden, da nicht mehr so viele Produkte verkauft wurden. Am Ende wurde diese Spirale nur durch die Kriegsanstrengungen von Hitler durchbrochen.

Wie die Auswirkungen einer Deflation heute aussehen könnten, konnte man in Japan in den 90er-Jahren beobachten. Nach einem Boom kamen die Rezession und die beschriebene Deflationsspirale.Auch wenn viele Fachleute sagen, dass eine Deflation bei uns sehr unwahrscheinlich ist, ist dies immer noch möglich, denn wir haben immer noch dasselbe Finanzsystem. Natürlich möchte der Staat eine Deflation verhindern, da ihm nur eine Inflation hilft seine Schulden zu tilgen. Solange allerdings die Politik dieses nicht wahr haben möchte und lieber Wulff an den Pranger stellt (auch in Zeiten der Römer, war schon Brot und Spiele eine beliebte Wahl um das Volk abzulenken) werden leider wieder Maßnahmen viel zu spät ergriffen und über weitreichende Konsequenzen dieser nicht genügend nachgedacht.

Droht Deutschland 2012 etwa eine Rezession?

Wenn wir keine Rezession vorhersagen, findet auch keine statt

Im Gabler Wirtschaftslexikon liest man unter dem Stichwort „Rezession“ „Nach Erreichen des oberen Wendepunktes (bezogen auf die vier Konjunkturphasen nach Schumpeter) geht die Entwicklung in die Rezession über, die in der Boomphase bei überhöhtem Zinsniveau durchgeführten Investitionen erweisen sich […] als unrentabel, es kommt zu einem Rückgang der privaten Investitionen und zu einer Stagnation des privaten Konsums. Gewinne und Lohnsumme sinken, zahlreiche Unternehmen geraten in Schwierigkeiten.“

Als „oberer Wendepunkt“ lässt sich unschwer das Platzen der Immobilienblase in den USA ausmachen, gefolgt von zahlreichen Bankenpleiten, welche das Währungssystem erschütterten. „Die bei überhöhtem Zinsniveau durchgeführten Investitionen“ erweisen sich [nun] als unrentabel“, die EZB und die US-Notenbank (Fed) senkten daraufhin den Leitzins. Bis dahin alles nach Lehrbuch. Die Bundesregierung aber behauptet, Deutschland gehe es gut. Eine Rezession sei ausgeschlossen.

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Wie viel Vertrauen kann man Ratingagenturen schenken

 

Ihre Glaubwürdigkeit steht wiederholt am Pranger. Dennoch scheint ihre Macht grenzenlos zu sein. Doch was sind Ratingagenturen und was machen sie eigentlich?

Ratingagenturen sind private, gewinnorientierte Unternehmen. Sie werden beauftragt, um die Kreditwürdigkeit anderer Unternehmen aber auch Staaten zu überprüfen. Die Notenvergabe erfolgt dabei in einem Ratingcode. „AAA“ repräsentiert dabei die bestmögliche Bewertung und „D“ Zahlungsunfähigkeit.  Für Unternehmen bzw. Staaten dessen Bonität von Ratingagenturen herabgesetzt wurde, wird es teurer und schwieriger sich am Markt Geld zu besorgen.

Zu den drei mächtigsten und wichtigsten Ratingagenturen gehören: Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch. Seit Mitte der 70iger Jahre hat ihre Arbeit enorm an Bedeutung gewonnen, sodass sich heute weltweit Banken, Aufsichtsbehörden und Investoren an den Ratings der Agenturen orientieren.

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Neue Scheine braucht das Land

Was tun, wenn man ein finanzielles Defizit nicht mehr ausgleichen kann? Richtig, man beschafft sich neues Geld! Problematisch wird es nur dann, wenn man niemanden findet, der es einem geben kann. Bei der EZB sieht man das ganz locker. Und warum auch nicht? Schließlich hat man ja die Möglichkeit, mal eben die Notenpresse anzuwerfen und ein paar neue Scheinchen zu drucken. So geschehen vor wenigen Tagen. Und beinahe hätte es fast keiner mitbekommen.

Der Unterschied zwischen 203,5 und 194,2 ist jetzt ja eigentlich auch gar nicht so groß. Dass wir hier von Milliarden Euro sprechen, macht es dann aber schon ein bisschen interessanter.

Satte 9,3 Milliarden Euro fehlten der EZB unlängst, um die Anleihe-Käufe der Banken neutralisieren zu können, denn die Geldinstitute waren nicht dazu in der Lage, den vollen Betrag zurückzugeben. Peanuts, könnte man meinen. Immerhin sind wir mittlerweile gewöhnt, in ganz anderen Dimensionen zu denken. Die Schuldenmisere in der Euro-Zone bewegt sich ja schon seit Längerem im Billionen-Euro-Bereich.Na ja, was auch immer sich die EZB einfallen lässt, eines ist sicher: Das Geld des Normalverbrauchers und Kleinsparers wird nicht angerührt. Das bleibt im vollen Umfang auf dem eigenen Konto. Dumm nur, dass es dank des hervorragenden Einsatzes der Notenpresse ganz heimlich still und leise schon wieder etwas von seinem Wert eingebüßt hat. Die Älteren werden sich erinnern: In den 1920er Jahren wurde schon mal die Notenpresse bemüht, um die Staatsschulden zu tilgen. Das Resultat für den kleinen Mann war damals nicht so erfreulich, auch wenn man ihm kein Geld weggenommen hat – Stichwort

Wer weiß, vielleicht zahlen wir ja auch bald wieder mit Scheinen, auf denen viele Nullen stehen. Dann hat die Notenpresse ordentlich was zu tun und jeder von uns ein paar Billionen Euro in der Tasche, von denen er sich allerdings nichts kaufen kann. Wo soll das noch hinführen?