Archiv nach Schlagworten: Finanzkrise

Das Land der unbegrenzten Schulden-Möglichkeiten

An bekannten Börsenplätzen respektive Finanzstandorten wird die Diskussion über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer mit Argusaugen verfolgt. Transaktionen, die sich in hochspekulativen Sphären bewegen und vor gar nicht langer Zeit echte Krisen auslösten, sollen besteuert werden. Die Idee dahinter: Stabilisierung der Finanzmärkte. Eine Finanztransaktionssteuer soll also verhindern, dass sich der automatisierte Hochgeschwindigkeitshandel (High Frequency Trade) “vogelfrei” bewegen kann und für Krisen in gleich mehreren Staaten verantwortlich ist. Dass das nicht im Sinne der Banken ist, ist verständlich. Schließlich wollen Finanzhäuser auch weiterhin die Legitimation für umfassende Spekulationen haben, um kräftig daran zu verdienen. Doch übermäßige Spekulationen an den Finanzmärkten sind immer auch mit einem gewissen Risiko verbunden, das die großen Banken weltweit gerne in Kauf genommen haben. Warum auch nicht – wurden doch in der jüngsten Vergangenheit diverse Banken von Staatsseite gerettet, wenn dann doch mal die Schieflage eingetreten ist.

Befürworter und Gegner der Finanztransaktionssteuer

Finanztransaktionssteuer in Wird die Finanztransaktionssteuer durchgesetzt?Wie bei allen wegweisenden Entscheidungen gibt es vielerorts ein Für und Wider. Was die Finanztransaktionssteuer in Deutschland betrifft, war man in der Vorgänger-Regierung noch gespalten. CDU/CSU waren irgendwann für die Einführung der Finanztransaktionssteuer, der damalige Koalitionspartner FDP jedoch strikt dagegen. Die Opposition war auch dafür und so entbrannten hitzige Diskussionen. Nach dem Schwarz/Gelb nicht mehr in der Verantwortung stand und die SPD die große Koalition vervollständigte, war man sich schnell einig, dass hierzulande die Finanztransaktionssteuer eingeführt wird. Soll heißen: Der Kauf von Finanzprodukten beziehungsweise der Handel mit Wertpapieren soll mit preprocess

Kann Wachstum die Lösung sein?

Die Wirtschaftskrise ist allgegenwärtig, auch wenn sich positive Meldungen, die einen Hoffnungsschimmer suggerieren sollen, mit negativen Schlagzeilen abwechseln, über die schnell hinweggeschritten wird. Ich sehe mal wieder einen Politiker in den Nachrichten, der nicht nur eine Lösung für die Probleme vorschlägt, sondern DIE Lösung all unserer Wirtschaftlichen Probleme auf ein Wort reduziert: Wirtschaftswachstum.

Die wirtschaftlich erfolgreichsten Jahre, als Deutschland in der Nachkriegszeit zu einer Wirtschaftsmacht aufstieg, sind allerdings schon lange vorbei. Sie werden auch nicht wieder kommen. weiterlesen

Nutzen Sie die Krise! Jetzt günstige Immobilienfinanzierung möglich.

Wenn sich auf dem globalen Finanzmarkt Krisen abzeichnen, dann steuern die Banken mit verschiedenen Mitteln dagegen. Eines davon ist, dass sie kaum noch Kredite an Mitbewerber geben, weil die Angst vor einem Ausfall zu groß ist. Zu stark haben sich die Folgen der Krise 2008 eingeprägt. In solchen Zeiten bevorzugen die Banken die privaten Kreditkunden, die ihnen ein hohes Maß an Sicherheit bieten können. Das ist vor allem bei den Baukrediten und den Darlehen zum Hauskauf der Fall. Wird der Anteil der Finanzierung am Beleihungswert der Objekte gering gehalten, dann geht das Risiko eines totalen Ausfalls gegen Null. Doch noch ein anderer Trend trägt dazu bei, dass man besonders jetzt eine günstige Immobilienfinanzierung bekommt. Im Spätsommer und Herbst lässt in diesem Bereich die Nachfrage nach, weil man in den Wintermonaten Stillstandzeiten auf der Baustelle befürchten muss. Deshalb findet sich alljährlich zu diesem Zeitpunkt ein Tal in der Zinskurve für Baukredite.

Derzeit fallen beide Faktoren zusammen und sorgen dafür, dass die Zinsen für Kredite im Immobilienbereich besonders niedrig sind. Da könnte es sich durchaus lohnen, sogar dieBereitstellungszinsen in Kauf zu nehmen. Wo das der Fall ist, findet man über einen Vergleich der auflaufenden Gesamtkosten für eine Finanzierung heraus.

Fall von Lehman Brothers – Wem steht die nächste Krise bevor?

In den letzten Tagen werden ungute Erinnerungen an die Bankenkrise nach dem Fall der US-Investment-Bank Lehman Brothers. Zwischen den Banken scheint erneut das Vertrauen zu sinken, der sogenannte Interbankenhandel ist aktuell wieder zurückgegangen. Die Banken deponieren ihre überschüssige Liquidität eher in der Europäischen Zentralbank als es sich untereinander zu leihen, die EZB hält in der letzten Zeit im Schnitt mehr als 100 Milliarden Euro.

Interbankenhandel

Interbankenhandel bezeichnet grundsätzlich den Verleih von Geld zwischen Banken untereinander. Jede Bank benötigt einen gewissen Stock an Geld – Liquidität – für ihre täglichen Geschäfte, ansonsten kann kein neuer Kredit ausgegeben oder Geld ausgezahlt werden. Besonders Banken mit geringem Privatkundengeschäft sind auf den Interbankenhandel angewiesen. Dieser basiert in erster Linie auf Vertrauen, die Banken schätzen die gegenseitige Kreditwürdigkeit ein und verleihen entsprechend viel oder wenig Geld und passen die Zinssätze an. Der gesamte Vorgang läuft im Geheimen ab und die Konditionen sind nur den Handelspartnern bekannt. Der Umfang des Interbankenhandels ist dennoch ein guter Indikator für die Risikoeinschätzung der Banken untereinander, ist den Banken das Verlustrisiko zu groß, sinkt das Volumen.

Dieses Mal gibt es immerhin einen – vermutlich entscheidenden – Unterschied zum Jahr 2008, die Notenbanken sind diesmal vorbereitet und stellen den Banken unbegrenzt Geld zur Verfügung. Dennoch ist es ein Indikator der zu beobachten ist, um rechtzeitig gegenzusteuern.

Weltweite Kursrückgänge – Folgen für Privatanleger

In den letzten Tagen kam an weltweit an allen Börsen zu teilweise massiven Kursrückgängen, betroffen waren davon vor allem die Bankwerte – im Speziellen die Deutsche Bank – welche zusätzlich durch die Ermittlungen der englischen Börsenaufsicht und Schadensersatzerforderungen in den Vereinigten Staaten unter Druck geraten ist.

Ein weiterer Faktor für den Niedergang der Kurse sind die gestiegenen Refinanzierungskosten für Staatsanleihen, sämtliche südeuropäischen Länder, insbesondere Italien sehen sich gezwungen erneut mehr Zinsen auf Staatsanleihen zu geben.

Was bedeutet der Abwärtstrend and den Börsen für den Privatanleger? Zu aller erst mal Ruhe bewahren. Denn es handelt sich hierbei nicht um eine Panik, sondern vornehmlich um Reaktionen auf einzelne Ereignisse am Finanzmarkt. Daher gilt es weiterhin besonnen mit dem eigenen Portfolio umzugehen. Lediglich Anleger welche gerade Geld neu investieren müssen oder wollen, und dabei konservativ zu Werke gehen möchten, sehen sich mit besonders niedrigen Zinsen für die nachgefragten französischen und deutschen Staatsanleihen konfrontiert.

Ein wenig anders sieht es bei Krediten und bei Lebensversicherungen aus. Da die Kosten für die Refinanzierung von Krediten für die Banken relativ hoch sind, werden einige versuchen diese an die Kunden weiterzugeben. Auch die Lebensversicherer haben im Moment Schwierigkeiten den ihren Kunden garantierten Zins zu erzielen, da sie größtenteils in festverzinsliche Papiere investieren. Es ist damit zu rechnen das der Garantiezins über kurz oder lang unter zwei Prozent fällt.

Sind meine privaten Geldanlagen in der Finanzkrise noch sicher?

Die turbulente Situation an den internationalen Börsen und Finanzmärkten lässt die Frage aufkommen inwieweit private Geldanlagen betroffen sind und welche Maßnahmen private Anlager treffen sollten.

Ganz generell gilt die Empfehlung nicht in Panik zu verfallen, Ausschläge nach unten oder oben, auch stärkere, sind über längere Zeit betrachtet durchaus normal an der Börse. Besonders in Zeiten wie dieser ist es nicht sinnvoll die Aktien zu verkaufen, denn grundsätzlich sind dann alle Aktien betroffen. Wenn sich die Zeiten beruhigt haben kommen auch wieder die vorherigen Unterschiede zum Tragen, daher gilt Besonnenheit.

Geldanlagen wie Tages- oder Festgeld sowie – besonders deutsche – Staatsanleihenbieten keinen Grund zur Besorgnis, sie sind sehr sicher. Besonders die Geldeinlagen sind in Deutschland durch die Einlagensicherung extra geschützt, zumindest bis zur Summe von 100.000 Euro. Wichtig dabei ist, das diese Sicherung nur für Einlagen in Euro und anderen Währungen der EU-Mitgliedsstaaten gilt, Einlagen in US-Dollar oder in Schweizer Franken sind nicht gesichert.

Alternative Anlageformen wie Edelmetalle oder Immobilien sind ebenfalls stabil und sicher. Ein Kauf von Edelmetallen lohnt sich aktuell allerdings nicht, denn die Preise kennen seit Monaten nur den Weg nach oben. Der deutsche Immobilienmarkt ist seit langem stabil in seinen Renditen und nicht überhitzt, eine Änderung ist nicht in Sicht, und ist daher ideal für langfristige Geldanlagen.