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Finanzielles Biedermeier im Europa der Inflation

Die großen Banken möchten dem deutschen Michel den finanziellen Biedermeier in die Schuhe schieben – weil der Sparer in Deutschland Angst um seine Einlagen hat. Ein bisschen Inflation wäre nicht so schlimm, so lautet der allgemeine Tenor der Kreditinstitute.

Im Gegenteil: Staatliche wie private Schuldner werden ihre Rückstände in Windeseile los und die Geldentwertung führt obendrein noch dazu, dass alle eifrig investieren – weil man lieber noch irgendetwas, als gar nichts mehr für seine Rendite bekommen möchte. Das ist gut, denn dann brummt die Wirtschaft. Und die schafft wiederum neue Arbeitsplätze…

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Geldanlage in Länder- anstatt in Bundesanleihen

In der aktuellen Krise des Finanzmarktes investieren immer mehr Anleger ihr Geld in deutsche Bundesanleihen. Die Zinsen der Bundesanleihen haben daher mittlerweile einen historischen Tiefstwert erreicht. Die Bundesanleihen mit Laufzeiten von bis zu 10 Jahren gleichen aktuell bei weitem noch nicht einmal die Inflation aus. Dies ist bei den Anleihen der Bundesländer momentan noch anders, einige von ihnen geben sogar bis zu 4,1 Prozent, wie etwa die Anleihen von Berlin. Damit sind diese momentan am Attraktivsten unter den Anleihen der Bundesländer. Nordrhein-Westfalen kommt dem Rendite-Wert von Berlin mit 4 Prozent ebenfalls nahe. Die niedrigsten Renditen bei den Anleihen der Bundesländer bieten aktuell Bayern mit 3,2 Prozent, Niedersachsen mit 3,25 und Hessen mit 3,5 Prozent. Aber selbst diese Anleihenrenditen liegen noch mehr als doppelt so hoch wie die des Bundes.
Damit lohnen sich diese Anleihen für Anleger deutlich mehr. Die Sicherheit ist bei diesen – auch wenn die Ratingagenturen die Länderanleihen allgemein etwas niedriger einstufen – ebenso gegeben wie bei Bundesanleihen, nicht zu letzt der Länderfinanzausgleich sorgt für ausreichend Stabilität und Zahlungssicherheit.
Zudem ist die gängige Stückelung von 1.000 Euro auch für private Anleger einfach und gut zu meistern, zumal diese niedrige Stückelung auch eine Abnahme nahezu immer garantiert.

Sind meine privaten Geldanlagen in der Finanzkrise noch sicher?

Die turbulente Situation an den internationalen Börsen und Finanzmärkten lässt die Frage aufkommen inwieweit private Geldanlagen betroffen sind und welche Maßnahmen private Anlager treffen sollten.

Ganz generell gilt die Empfehlung nicht in Panik zu verfallen, Ausschläge nach unten oder oben, auch stärkere, sind über längere Zeit betrachtet durchaus normal an der Börse. Besonders in Zeiten wie dieser ist es nicht sinnvoll die Aktien zu verkaufen, denn grundsätzlich sind dann alle Aktien betroffen. Wenn sich die Zeiten beruhigt haben kommen auch wieder die vorherigen Unterschiede zum Tragen, daher gilt Besonnenheit.

Geldanlagen wie Tages- oder Festgeld sowie – besonders deutsche – Staatsanleihenbieten keinen Grund zur Besorgnis, sie sind sehr sicher. Besonders die Geldeinlagen sind in Deutschland durch die Einlagensicherung extra geschützt, zumindest bis zur Summe von 100.000 Euro. Wichtig dabei ist, das diese Sicherung nur für Einlagen in Euro und anderen Währungen der EU-Mitgliedsstaaten gilt, Einlagen in US-Dollar oder in Schweizer Franken sind nicht gesichert.

Alternative Anlageformen wie Edelmetalle oder Immobilien sind ebenfalls stabil und sicher. Ein Kauf von Edelmetallen lohnt sich aktuell allerdings nicht, denn die Preise kennen seit Monaten nur den Weg nach oben. Der deutsche Immobilienmarkt ist seit langem stabil in seinen Renditen und nicht überhitzt, eine Änderung ist nicht in Sicht, und ist daher ideal für langfristige Geldanlagen.