Archiv nach Schlagworten: Griechenland

Feiern griechische Staatsanleihen ein Comeback?

griechische staatsanleihenGeht es mit der Kreditwürdigkeit Griechenlands wieder bergauf? Da zum ersten Mal seit vier Jahren wieder griechische Staatsanleihen verkauft werden, scheint dies durchaus möglich. Diese erzielen bereits Gebote von über zehn Millionen Euro.

Griechische Staatsanleihen sind zurück auf dem Markt

Noch vor wenigen Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass griechische Staatsanleihen den Finanzmarkt anzapfen. Jetzt ist es plötzlich Realität, und die Aufmerksamkeit wendet sich wieder dem kriselnden Staat zu. Der Trick: Ein von der Weiterlesen »

Spanien um drei Punkte herabgestuft – gerechtfertigte Entscheidung oder politisches Kalkül?

Der Wahlsieg der „Nia Demokratia“ in Griechenland wurde am Sonntag international groß bejubelt. Denn er galt vielen als hoffnungsvoller Aufbruch, dass sich endlich etwas bewegen möge in Athen. Bei all der Freude um den Triumph der „Dauerregierungspartei“ gerieten die übrigen europäischen Wackelkandidaten für kurze Zeit aus dem Blickfeld. Mit umso dramatischeren Entwicklungen meldet sich Spanien zurück. Denn die Rating-Agenturen haben mal wieder zugeschlagen, aktuell Moody´s.

Weiterlesen »

Griechenland raus? Bleiben Lösungserfolge aus, setzt man auf radikale Hau-drauf-Parolen

Noch vor zwei Jahren galt ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone als undenkbar. Ein Krisengipfel jagte den nächsten, und die EU schien fest entschlossen, alles in ihrer Macht stehende dafür zu tun, dieses Sezenario niemals eintreten zu lassen. Allein Deutschland beteiligte sich mit 15,2 Milliarden Euro am griechischen Rettungsprogramm, dem ersten seiner Art wohlgemerkt. Hinzu kamen weitere 30 Milliarden für den europäischen Rettungsschirm mit einem gesamten Finanzvolumen von bis jetzt 103,7 Milliarden Euro. Dazu gesellen sich Forderungen der Bundesbank in Höhe von 28 Milliarden Euro sowie griechische Staatsanleihen der Europäischen Zentralbank im Wert von rund 50 Milliarden Euro, bei denen Deutschland für 13,5 Milliarden bürgt. Ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion käme Europa also teuer zu stehen. Weiterlesen »

Beim Zeus! Land in Sicht dank Schuldenschnitt?

Die Griechen verweisen bekanntermaßen gerne auf ihre großartige Geschichte und die Helden der Antike. Während Herkules und Co. vor Tausenden von Jahren allerdings noch fleißig Ihre Heldentaten vollbrachten, haben sich ihre Nachfahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert und das stolze Griechenland ordentlich gegen die Wand gefahren. Da hilft auch keine List mehr, wie sie der gerissene Odysseus mehr als einmal an den Tag gelegt hat. Aber apropos Odysseus, derzeit befindet sich der griechische Staat auf einer ähnlichen Irrfahrt auf dem Finanzmeer wie seinerzeit der von den Göttern gestrafte Held. Weiterlesen »

Götterdämmerung in Europa oder Griechenlands spät-antike Erinnye

Kein Finanzblog, der dieser Tage nicht ganz tief in den Untiefen der Eurokrise angekommen wäre. Atemlos beobachten wir seit Monaten die Nachrichten, Auguren und Propheten. Eigentlich sollte uns jetzt nichts mehr erschüttern. Erst mussten Unternehmen gerettet werden, dann die Banken, jetzt sind es ganze Staaten. Die ganze Welt wird angepumpt. Wo ist das Ende der Fahnenstange?

Finanzkrise in Europa – hausgemacht und abwendbar.

Man sollte meinen, dass jeder vor seiner eigenen Haustür kehren sollte. Aber im globalen Zeitalter gibt es kein Entrinnen: Einmal gezündelt, greift das Strohfeuer schnell auf ganze Kontinente über. Staaten warfen frohen Muts das Geld mit vollen Händen über die Bordkante. Scheffelten Schulden wie Heu. Korruption und Vetternwirtschaft feierten fröhliche Urständ. Das Wachstum allerdings lahmte. Aber Wachstum ohne Investitionen – ohne Kohle? Schwindelerregende Zahlen schwirren durch den Raum. Banken verrechnen sich um 55 Milliarden, ohne dass jemand was merkt. In der Finanzkrise haben Nullen-Jongleure Hochkonjunktur. Griechenland kommt mit einem blauen Auge davon, Italien gelobt zerknirscht Besserung. Frankreichs Präsident kündigt Reformen an. Portugal und Spanien sagen nix. Merkel rettet erst mal Europa.

Wer den eben erlebten Rettungsschirm-Marathon bis zum Ende verfolgte, blieb erschöpfter zurück als die agierenden Personen selbst. Abgehobener kann sich Finanzpolitik kaum aufführen. Wenn Bürger das Handeln der Regierungen und die Wirkungen des Handelns nicht mehr durchschauen, wachsen Dumpfheit und Indifferenz. Keine Attribute, die auf mündige und demokratietreue Bürger hinweisen. Die Eurokrise ist ein hervorragender Nährboden für Angst und Neid. Dem gebeutelten Griechenland werden Schulden in einer Höhe erlassen, die sich der normale Bankkunde gar nicht vorstellen mag. Der kleine Selbstständige, dem gerade ein Kleinkredit abgelehnt wurde, greift sich an den Kopf.

„Es ist noch immer alles gut gegangen!“

Im „Herr der Ringe“ bekommen die ‚Guten‘ immer frische Truppen, wenn sie kurz vor dem Untergang stehen. Man gewöhnt sich an alles, auch an Untergangs-Szenarien. Die Eurokrise musste erst kurz vor der Explosion stehen, bis sich ein heterogenes Bündnis von national-arroganten Einzelgängern zu einer gemeinsamen Entscheidung durchkämpfte. Dass es ganz hübsch nach Pyrrhus-Sieg riecht, verdrängen wir lieber! Die nächste Finanzkrise sammelt bereits ihre Soldaten vor den Toren Roms …