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Ist eine Immobilienblase in Deutschland möglich?

Für viele Menschen in Deutschland geht ein Lebenstraum in Erfüllung, wenn sie sich ein Haus kaufen und immobilienblase deutschlandder Familie oder dem Partner ein stabiles Umfeld bieten können. Eine eigene Immobilie zu besitzen, ist für viele das große Ziel. Wenn allerdings die finanziellen Möglichkeiten nicht unbedingt gegeben sind beziehungsweise nicht ausreichend Eigenkapital vorhanden ist, bleibt es meist bei einem Wunschtraum. Dabei muss es aber nicht für alle Zeiten bleiben: Die Europäische Zentralbank senkte kürzlich erneut die Zinsen von 0,25 auf 0,15 Prozent und ermutigt damit immer mehr Menschen, sich doch noch das so sehr gewünschte Traumhaus zu leisten. Ob hierbei eine Immobilienblase in Deutschland möglich ist, darüber sind sich die Experten hierzulande uneins.

Die abschreckenden Beispiele aus den Vereinigten Staaten von Amerika und Spanien sollten eigentlich Warnung genug sein. Zur Erinnerung: In beiden Ländern wurden Kredite an Kunden vergeben, obwohl diese keine Sicherheiten Weiterlesen »

Versicherungen befürchten Immobilienblase auch in Deutschland

Die Geldpolitik der US-amerikanischen Notenbank FED sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) führe mit ihren Niedrigzinsen zu einer Fehlsteuerung von Investments, so der Allianz-Kapitalmarktvorstand Maximilian Zimmerer. Immer mehr Anleger flüchteten unter Befürchtung einer baldigen Inflation in Sachwerte, namentlich in Immobilien. Dieser Trend wiederum habe die Immobilienpreise vor allem in den Großstädten signifikant ansteigen lassen.

Beobachtungen der Immobilienkurse geben Zimmerer Recht. Die Preise für Eigentumswohnungen in München kletterten innerhalb eines einzigen Jahres beispielsweise um durchschnittlich 21,3 Prozent. Bei Einfamilienhäusern waren es immerhin noch 13,2 Prozent. Auch die Mieten wurden teurer, und zwar um ganze 4,7 Prozent. Allerdings: Der Aufwärtstrend gilt in erster Linie für Metropolen. In ländlicheren Gebieten betrug die Preissteigerung für Eigentumswohnungen und Mieten, gemessen am Vorjahr, nur 3,1 Prozent, was zwar ein deutlicher Zuwachs ist, doch noch als moderat gilt.

Schuld sind vor allem drei Entwicklungen:

  • die Flucht der Privatanleger in vermeintlich sichere Sachwerte.
  • die Nachfrage nach deutschen Immobilien aus europäischen Krisenstaaten (beläuft sich auf 20 bis 25 Prozent der Gesamtnachfrage).
  • die billigen Hypothekenzinsen, die eine Immobilie für eine breitere Klientel erschwinglich machen.

Die daraus resultierende hohe Preissteigerungsrate liegt deutlich über der übrigen, allgemeinen Preissteigerung und den Lohnzuwächsen. Von einer Immobilienblase könne aber dennoch nicht die Rede sein, so Jürgen Schick, Vizepräsident des Immobilienverbands Deutschland (IVD).

Denn die Wohnungskredite hätten in den vergangenen zehn Jahren gerade mal um zehn Prozent zugenommen, während es in Immobilienblasen-Ländern innerhalb kurzer Zeit Zuwächse von 100 bis 230 Prozent gegeben habe.