Archiv nach Schlagworten: Steuern

Steuererklärung selber machen – der Countdown läuft: Abgabetermin ist der 31. Mai

Steuererklärung selber machenAlle Jahre wieder steht die Abgabe der Einkommenssteuererklärung ins Haus. Wer seine Steuererklärung selber machen will, sollte sich sputen, denn der letzte Abgabetermin für die Einkommenssteuer 2013 ist der 31. Mai 2014. Dieser Termin ist bindend für alle, die zur Abgabe verpflichtet sind. Für diejenigen, die ihre Steuererklärung nicht selber machen können oder möchten und damit einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein beauftragt haben, verlängert sich die Frist bis zum 31. Dezember.

Steuererklärung selber machen oder machen lassen?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Viele abgabepflichtige Steuerzahler schwören darauf, ihre Steuererklärung selbst zu machen. Das klappt in der Regel auch sehr gut, vor allem, wenn man ein regelmäßiges und gleichmäßig hohes Einkommen und keine großen Sonderaufwendungen hat. Im Einkommenssteuernachweis, der vom Arbeitgeber zum Jahresende ausgestellt wird, Weiterlesen »

Erbschaftssteuer: Besteuerung des Erbes in Deutschland

Erbschaftssteuer

Wer hierzulande etwas erbt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das geerbte Vermögen nicht in vollem Umfang in den eigenen Besitz übergeht. In der Bundesrepublik erhebt der Staat nämlich die sogenannte Erbschaftssteuer. Diese steuerliche Abgabe ist als Erbanfallsteuer zu betrachten und mindert das Erbe um den jeweiligen Steuersatz. Die Besteuerung wird pauschal vorgenommen.

Berechnung der Erbschaftssteuer

Zur Festlegung der Höhe der Erbschaftssteuer wird die Steuerklasse des Erbenden herangezogen, die den Verwandtschaftsgrad zum Erblasser berücksichtigt. In Deutschland existieren folgende Steuerklassen: Weiterlesen »

Ostdeutlands Konjunktur schwächelt weiter: aktuelle Studie beziffert Finanzbedarf bis 2030 auf 1.000 Milliarden Euro

Am Dienstag, 4. September 2012, präsentierte die Unternehmensberatung Roland Berger auf dem Wirtschaftskongress „Zukunft Ost“ in Weimar ihre aktuelle Studie zu 22 Jahren „Aufbau Ost“. Die im Auftrag von Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) erarbeitete Expertise kommt zu dem Schluss, dass weit weniger Geld in den Aufbau geflossen sei, als weithin angenommen. Weiterlesen »

Des einen Freud, des andern Leid – härtere Strafen für Steuersünder

Steuerhinterziehung im großen Stil soll laut Urteil des Bundesgerichtshofs künftig mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden. Einer Freiheitsstrafe, die auch tatsächlich im Gefängnis anzutreten ist. Manche werden sich sicherlich darüber wundern, verbindet man das Urteil „Freiheitsstrafe“ doch automatisch mit Freiheitsentzug im Gefängnis. Die Rechtspraxis zeigt allerdings, dass dies nicht zwangsläufig der Fall sein muss.

In Steuer-Sündenfällen werden Freiheitsstrafen von maximal zwei Jahren nur bei höheren Betrugssummen verhängt. Darunter versteht der Gesetzgeber Beträge ab 100.000 Euro aufwärts. Bei allem, was darunter liegt, entscheidet der Einzelfall. Bei Beträgen bis 50.000 Euro kommt man sogar mit einer Geldstrafe davon. Diese Staffelung hatte der BGH bereits in einem Grundsatzurteil von Dezember 2008 festgelegt. Nun stellt er noch einmal klar: Wer Steuern in Millionenhöhe hinterzieht, wandert ein. Jedenfalls solange keine gewichtigen Gründe für mildernde Umstände sprechen. Welche das sein sollen, wurde bisher allerdings noch nicht konkretisiert.

Ob das neue Strafmaß wirklich abschreckt, sei dahingestellt. Sicher ist nur eins: Wer Steuern hinterziehen will, tut es auch. Notfalls verlagert man seine Aktivitäten ins Ausland oder optimiert seine Bilanzen auf legalem Wege. Schlupflöcher gibt es immer.

Viel interessanter wäre es doch zu fragen, warum Steuerhinterziehung in Deutschland zu einem regelrechten Volkssport geworden ist. Liegt es vielleicht an der Ungleichverteilung der Steuerlast, dem Gefühl, einen Teil seines hart erarbeiteten Lohns einfach weggenommen zu bekommen, Unverständnis bezüglich der Verwendung von Steuergeldern, Finanzierungsprojekten oder Ausgaben, die ein Gros der Bevölkerung nicht mitträgt oder einfach nur mangelnder Solidarität? Sich mit den Ursachen auseinanderzusetzen, schadet sicherlich nicht und ist möglicherweise sogar der effizientere Weg, um Steuerhinterziehung langfristig zu bekämpfen.