Umzugskosten von der Steuer absetzen

style=“text-align: justify;“>Wer schon einmal umgezogen ist, weiß, dass der Wohnsitzwechsel in aller Regel mit einem erheblichen finanziellen Aufwand einhergeht. Doch unter Umständen kann man die Umzugskosten von der Steuer absetzen und sich zumindest einen Teil der Ausgaben vom Staat zurückholen. Zu diesem Zweck müssen in der nächsten Steuererklärung selbstverständlich die erforderlichen Angaben gemacht werden. Dabei ist zu berücksichtigen, ob es sich um einen Umzug aus beruflichen oder aus privaten Gründen handelt, wenn man Umzugskosten bei der Steuer geltend machen möchte.

Umzugskosten und Steuer – Absetzbarkeit von umzugsbedingten Ausgaben

Umzugskosten von Steuer absetzenBeschaffung von Umzugskartons und anderem Verpackungsmaterial, Miete eines geeigneten Transportmittels oder Beauftragung eines erfahrenen Umzugsunternehmens, die Liste relevanter Kostenpunkte bei Umzügen ist lang. Entsprechend hoch fallen die Ausgaben aus. Doch welche Möglichkeiten gibt es, wenn man die finanzielle Belastung durch einen Umzug steuerlich absetzen will?

Berufsbedingter Wechsel des Wohnsitzes

In vielen Fällen gibt der Job Anlass zum Wechsel des Wohnorts. Wer die Fahrtzeit zur Arbeitsstelle täglich um mindestens eine Stunde verkürzen kann, hat Grund genug, umzuziehen. In diesem Fall setzt man die Umzugskosten von der Steuer als Werbungskosten ab, wobei Pauschalbeträge für An- und Ummeldegebühren, den Einbau von Elektrogeräten und ähnliche Aufwendung angesetzt können. Außerdem kann man beispielsweise folgende Umzugskosten absetzen: doppelte Mietzahlungen, Ausgaben für Schönheitsreparaturen oder Renovierungsarbeiten, Fahrt- und Transportkosten, Maklergebühren und Ausgaben für die Wohnungssuche.

Es lohnt sich also, sich vorab zu informieren, welche Umzugskosten von der Steuer abgesetzt werden können. So weiß man gleich, welche Belege man unbedingt aufheben sollte, wenn man Umzugskosten auf die Steuer anrechnen lassen möchte. Schließlich kann das Finanzamt bekanntermaßen nur dann zugunsten des Steuerzahlers entscheiden, wenn alles seine Ordnung hat.

Berücksichtigung privat motivierter Umzüge

Das gilt selbstverständlich auch dann, wenn man Umzugskosten von der Steuer absetzen will, die aufgrund eines Umzugs aus privater Motivation entstehen. Die Gründung eines gemeinsamen Haushalts mit dem Lebenspartner respektive der Lebenspartnerin ist zum Beispiel ein klassischer Grund für einen Umzug. Auch wenn Nachwuchs unterwegs und künftig deshalb eine größere Wohnung vonnöten ist, steht dieses Thema für gewöhnlich auf der Tagesordnung. Bei einem Privatumzug werden die Umzugskosten von der Steuer als haushaltsnahe Dienstleistungen abgesetzt. Dabei können sich auch Aufwendungen für die Renovierung der neuen Wohnräume als Handwerkerkosten steuermindernd auswirken.

Besteht wegen einer schweren Krankheit des Steuerpflichtigen oder eines nahen Familienangehörigen die Notwendigkeit eines Umzugs, können eventuell die Umzugskosten ebenfalls von der Steuer abgezogen werden. Dabei handelt es sich dann um eine außergewöhnliche Belastung, die als solche in der Steuererklärung anzugeben ist.

Dem Steuerzahler stehen also durchaus einige Möglichkeiten zur Verfügung, wenn er Umzugskosten von der Steuer ansetzen will.

Bildquelle: pixabay.com – © by Nemo

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