Wallstreet reagiert auf Obamas Wahlsieg mit größtem Tagesverlust des Jahres


Während die Demokraten am Mittwoch die Wiederwahl ihres Präsidenten ausgiebig feierten, herrschte unter den Börsianern an der Wallstreet getrübte Stimmung. Denn zeitgleich mit Obamas Wahlsieg rutsche der Dow Jones auf 12.932 Punkte ab und verlor damit 2,36 Prozent. Zuletzt hatte der Leitindex Anfang August unter 13.000 Zählern gelegen. Auch der S&P-500 -Index verlor und schloss mit 1.394 Punkten. Ebenso verloren der Composite Index (2.937 Punkte) und der Nasdaq 100 (2.612 Punkte).

Bei den einzelnen Papieren gab es jedoch durchaus auch Gewinner. Beispielsweise die Aktien von Krankenhausbetreibern. Der Grund: Die Gesundheitsreform ist nun erst einmal sicher. Verlierer waren die Rüstungskonzerne Lockheed Martin und Raytheon, da unter Obama mit keiner Erhöhung der Militärausgaben gerechnet wird. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht.

Gegenüber wahlergebnisabhängigen Spekulationsblasen, die am Mittwoch entweder geplatzt sind oder sich bewahrheitet haben, sind langfristige Problemstellungen doch die ausschlaggebenden.

Auf internationaler Ebene gehört hierzu vor allem die Eurokrise. Vergangenen Mittwoch fand in Griechenland die Abstimmung über ein neuerliches Sparpaket statt, die von heftigen Demonstrationen begleitet war. EZB-Chef Mario Draghi fürchtete allmählich auch eine negative Auswirkung auf die deutschen Wirtschaft und die EU-Kommission teilte mit, dass auch Frankreich sein Defizit nicht in den Griff bekäme. Die Folge: Die Wachstumsprognosen für den Euroraum wurden gesenkt.

In den USA selbst führt der Steuerstreit zwischen Demokraten und Republikanern zu massiver Unsicherheit bei den Anlegern. Einigen sich beide Parteien bis Ende des Jahres nicht auf einen gemeinsamen Sparkurs, treten Anfang 2013  automatisch milliardenschwere Steuererhöhungen und Einsparungen in Kraft, um den mit über 16 Billionen US-Dollar verschuldeten Staatshaushalt zu sanieren. Experten befürchten, dass sich das Land dadurch erneut in eine Rezession manövriert.

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