Was bringt uns die Mütterrente?

Mütterrente 2014Am 3. April 2014 wurde im Deutschen Bundestag in Berlin heftig das Rentenpaket der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles (SPD), diskutiert. Dieses umfasst die abschlagsfreie Rente ab 63 sowie Veränderungen bei der Mütterrente, der Erwerbsminderungsrente und bei Reha-Leistungen. Die Kritiker liefen bereits im Vorfeld Sturm: Dies seien Wahlgeschenke und die Mütterrente 2014 setze die gesamte Rentenkasse aufs Spiel.

Arbeitsministerin Andrea Nahles (43) erklärte im Hinblick auf die abschlagsfreie Rente mit 63 und die Mütterrente gestern im Bundestag: „Wir schließen mit der Anerkennung von Lebensleistung eine Gerechtigkeitslücke.“ Doch um welchen Preis?

Was kostet die Mütterrente?

Rentenexperten meinen, dass der derzeit bei 18,9 Prozent liegende Beitragssatz zur Rentenversicherung statt auf 25 „dank“ des geplanten Rentenpakets auf 28 Prozent steigen könnte. Herbert Rische, Chef der Deutschen Rentenversicherung, glaubt, dass die Mütterrente, die ab 1. Juli 2014 greifen würde, etwa 6,5 Milliarden Euro jährlich koste.

Was ist die Mütterrente 2014 und wer hat Anspruch darauf?

Hinter dem Begriff „Mütterrente“ verbirgt sich die finanzielle Anerkennung von Erziehungszeiten bei der Berechnung der Rente für Väter und Mütter. Anspruch auf Mütterrente hat jeder, der vor 1992 ein Kind erzogen hat respektive dessen Kinder vor 1992 geboren worden sind. Bislang wird dafür pauschal ein Jahr Kindererziehungszeit pro Kind berücksichtigt. Mit der Mütterrente 2014 soll für die insgesamt 9,5 Millionen betroffenen Frauen ein zusätzliches Jahr bei der Rente pro Kind einkalkuliert werden, was einem weiteren Entgeltpunkt und der Verdoppelung des Zuschlags entspricht.

Um wie viel Geld erhöht sich die Rente?

Aktuell liegt der Wert eines Entgeltpunktes bei 28,14 Euro im Westen und 25,74 Euro im Osten. Die am 1. Juli 2014 stattfindende Rentenanpassung wird die Beiträge laut Deutscher Rentenversicherung voraussichtlich auf 28,61 Euro im Westen und 26,39 Euro im Osten steigen lassen.

Mütterrente beantragen

Mütter oder Väter, die vor 1992 Kinder erzogen haben und bis einschließlich 30. Juni 2014 schon in Rente sind, brauchen nichts zu tun. Sie erhalten pauschal einen Entgeltpunkt pro Kind auf die Rente angerechnet. Wer später in Rente geht und bereits einen Antrag auf Kindererziehungszeiten gestellt hat, muss sich ebenfalls um nichts kümmern. Die Deutsche Rentenversicherung prüft die Fälle automatisch und wendet sich bei fehlenden Informationen direkt an die Versicherten. Doch diejenigen, die bis dato noch nie einen Antrag auf Kindererziehungszeiten gestellt haben, sollten aktiv werden – spätestens beim Rentenantragsverfahren. Ab dem 43. Lebensjahr versendet die Deutsche Rentenversicherung regelmäßig Informationsschreiben dazu, in denen Sie Antragsformulare für Kindererziehungszeiten respektive Mütterrente finden.

Bildquelle: pixabay.com – © by White77

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