Was ist zu tun, wenn die Kündigung des Arbeitsverhältnisses erfolgt?

kündigung des arbeitsverhältnissesDer Wirtschaft geht es hierzulande blendend, die Konjunkturkurve geht steil nach oben und doch müssen immer wieder zahlreiche Mitarbeiter ihren Hut nehmen. Es gibt bessere Momente im Leben eines Arbeitnehmers als derjenige, in dem einem die Kündigung des Arbeitsverhältnisses ins Haus flattert und man im ersten Moment vor dem Nichts steht. Für viele ist dieser Zustand schwer zu verstehen, wenn es dem eigenen Unternehmen prächtig geht, man sich nichts hat zu Schulden kommen lassen und dennoch die Kündigung des Arbeitsverhältnisses verkündet wird.

Natürlich geht es nicht jedem Arbeitgeber prima, das ist selbstredend von Branche zu Branche abhängig. Solche „Phänomene“ sind in der Regel auch eher bei Großunternehmen beziehungsweise bei Global Playern zu beobachten. Diese haben sich oftmals auf die Fahnen geschrieben, durch Sanierungsmaßnahmen und vor allem Restrukturierungen künftig größere Profite einzufahren und so die Betriebs- respektive Konzernergebnisse zu verbessern. Beispiele existieren zuhauf, allerdings sind sie auch immer unterschiedlicher Natur: T-Systems, die hiesige Geschäftskundensparte der Telekom, und die bundesweit größte Krankenkasse, die Barmenia GEK, haben massive Stellenstreichungen angekündigt. Hunderte Arbeitnehmer würden so ihren Job verlieren. Gleiches gilt auch für den insolventen Weltbild-Verlag oder den bekannten Getränkekarton-Hersteller Tetra Pak, der seine Milchtütenproduktion in Berlin aufgab und dadurch rund 200 Arbeitnehmer entlassen musste.

Kündigung des Arbeitsverhältnisses als Chance

Wenn eine Kündigung das Arbeitsverhältnis beendet, ist dies für viele eine schockierende Nachricht, doch man kann es auch als Chance sehen. Auch wenn es zunächst schwerfällt und leicht dahergesagt ist: Beendet eine Kündigung das Arbeitsverhältnis, heißt es Ruhe bewahren, Möglichkeiten ausschöpfen und sich nach neuen Betätigungsfeldern umsehen. Der Gesetzgeber schreibt jedoch jedem Gekündigten vor, unverzüglich nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses die Agentur für Arbeit aufzusuchen. Meldet man sich zu spät, kann dies monetäre Folgen haben. Soll heißen: Bezüge werden gekürzt! Und wer will schon einen weiteren Nackenschlag hinnehmen?

Es gilt allgemein: Wenn durch eine Kündigung das Arbeitsverhältnis beendet wird, umgehend beim Amt melden, wenn vorhanden, den Betriebsrat kontaktieren und checken, ob eine Klage gegen den Arbeitgeber Sinn macht und wie es mit einer Abfindung aussieht. In allen Fällen gibt es Spezialisten, die sich tagtäglich mit derlei Situationen auseinandersetzen. Gehört man eher zu den Niedrig- oder Normalverdienern und kommt man in den Genuss einer Abfindungszahlung, sollte zusätzlich geprüft werden, ob man bei einer höheren Besteuerung von der Fünftelregelung profitieren kann. Auf diese Weise würden Gekündigte ihre zusätzliche Steuerlast, entstanden durch die Abfindung, senken und hätten deutlich mehr von der Abfindung.

Liegt die Kündigung des Arbeitsverhältnisses vor, sollte man sämtliche Chancen ausloten und sich von entsprechender Stelle Hilfe holen.

Bildquelle: flickr.com – © by geralt

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