Welche Nebenkosten nach dem Hauskauf drohen – und davor

Vorausschauende Immobilienkäufer behalten die zu erwartenden Nebenkosten beim Hauskauf stets im Hinterkopf. Sollte ein Haus schlecht isoliert sein, hohen Wartungsbedarf haben oder auf andere Weise Zusatzausgaben versprechen, hilft ein geringer Kaufpreis auch nicht weiter: Schon bald werden die Nebenkosten das beim Hauskauf eingesparte Geld aufgefressen haben, und dann geht’s an die Substanz. Also lieber den Nebenkostenrechner konsultieren und in Erfahrung bringen, mit welchen Ausgaben man rechnen muss.

Gleich zu Beginn heißt es: Zahlen!

Hauskauf NebenkostenDass Nebenkosten nach dem Hauskauf anfallen, überrascht nicht. Indes können sie aber auch schon während des Vertragsabschlusses fällig werden. Dies äußert sich in Kostenpunkten wie der Grundsteuer, der Makler-Courtage, der Entlohnung des den Kauf beglaubigenden Notars, dem Eintrag ins Grundbuch sowie natürlich durch eventuelle Finanzierung anfallenden Zinsen. Experten zufolge können sich all diese Nebenkosten beim Hauskauf auf 15 Prozent oder mehr des ursprünglichen Kaufpreises belaufen. Hier gilt es also, vorsichtig zu kalkulieren.

Die Nebenkosten von Haus und Hof einschätzen

Kann man all diese Kosten schultern, steht einem Hauskauf nichts mehr im Wege. Doch schon kommt man zu der Einsicht, dass die ursprüngliche Investition der geringste Anteil des Betrags war, den man in Zukunft in sein Eigenheim stecken wird. Die Nebenkosten nach dem Hauskauf addieren sich in den kommenden Jahren zu einer gewaltigen Summe, wenn man nicht rechtzeitig etwas unternimmt. Und was genau kann man unternehmen?

Ein warmes Willkommen

Beginnen wir mit einem der wichtigsten Faktoren für hohe Nebenkosten beim Haus- ebenso wie beim Wohnungskauf: den Heizkosten. Sind die eigenen vier Wände eher dünn, schlecht isoliert und sehr wärmedurchlässig, heizt man an kalten Tagen zu einem großen Teil für die Umgebung. Das ist zwar sehr freundlich, wird aber nicht belohnt, was bedeutet, dass ein großer Teil der bezahlten Wärme ungenutzt verpufft. Also muss immer mehr geheizt werden, was die Nebenkosten nach dem Hauskauf ins Unermessliche steigen lässt.

Heiz-Nebenkosten nach Hauskauf eindämmen

Investiert man jedoch rechtzeitig in bessere Isolation, spart man diese Kosten ein. Dafür müssen in vielen Fällen nicht einmal Maurer anrücken: Hohle Wände beispielsweise können oftmals von außen mit Isolationsmasse aufgespritzt werden. Das Beste ist, man hält angesichts dieser Verursacher für hohe Nebenkosten schon beim Hauskauf nach ordentlich isolierten Wänden Ausschau.

Hohe Sanierungs-Nebenkosten: Hauskauf lieber verschieben

Sanierungs- und Wartungsarbeiten können ebenfalls für hohe Nebenkosten nach dem Hauskauf verantwortlich sein. Muss das Haus ein Jahr nach dem Bezug von oben bis unten renoviert werden, werden die Finanzen und Nerven der Bewohner gleichermaßen belastet. Man sollte also zur Vermeidung alptraumhafter Nebenkosten beim Hauskauf einen Bogen um alle Immobilien machen, die einen vernachlässigten oder gar baufälligen Eindruck erwecken. Hat man sich Hals über Kopf in ein solches Bauwerk verguckt und muss es unbedingt kaufen, sollte man sofort mit der Instandsetzung beginnen und diese nicht von Monat zu Monat nach hinten verlegen. Wer Kosten dieser Art verschiebt, schafft sie sich nicht vom Hals, sondern vervielfacht sie!

Überflüssige Ausgaben vermeiden

Auch die Wasser- und Stromkosten zählen zu den Nebenkosten nach dem Hauskauf. Diese lassen sich relativ unkompliziert reduzieren, beispielsweise durch den Einsatz von Energiesparlampen und Geräten mit optimaler Energieeffizienz. Wer die Dachfläche seines Eigenheims mit Solarzellen ausstattet, kann einen Teil der Strom-Nebenkosten nach dem Hauskauf auffangen. Doch nicht vergessen: Auch eine solche Anlage muss gewartet werden. Den Wasserverbrauch beeinflusst bereits der Einsatz eines Strahlreglers positiv, ebenso wie natürlich bewusster Verbrauch. Weitere Faktoren, die die Nebenkosten nach dem Hauskauf beeinflussen, sind unter anderem:

  • Grundsteuern
  • Beiträge für Versicherungen
  • Gartenpflege
  • Sanierungen nach Unfällen
  • Modernisierungskosten
  • Müllbeseitigung
  • Schornsteinreinigung.

Lieber die Nebenkosten vor dem Hauskauf kalkulieren

Abschließend kann also bemerkt werden, dass hohe Nebenkosten den Hauskauf nachträglich erheblich vergällen können. Wer sich im Vorfeld absichern möchte, kann einen Online-Nebenkostenrechner nutzen. Dessen gelieferte Zahlen sind zwar nicht unbedingt zu 100 Prozent exakt, bieten aber eine gute Orientierungsmöglichkeit zum Einschätzen der zu erwartenden Nebenkosten. Hauskauf sollte niemals überstürzt, sondern stets mit genügend Vorlaufzeit in Angriff genommen werden.

Bildquelle: pixabay.com – © by Funki50

 

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