Wirksamer Datenschutz bei Facebook ist nur durch Nutzerdisziplin erreichbar

Facebook hat sich innerhalb von wenigen Jahren zu einem der größten sozialen Netzwerke, wenn nicht Daten aus dem Aktenvernichtersogar zu dem größten, entwickelt. Ein beeindruckender Werdegang, wenn man bedenkt, dass die ursprüngliche Nutzung zunächst auf die Harvard Universität in Cambridge begrenzt war. Der Facebookgründer Marc Zuckerberg wollte zunächst dort ein bebildertes Jahrgangsverzeichnis online stellen, worauf alle Studenten zugreifen und sich gegenseitig bewerten konnten. Mittlerweile wird die Plattform von ca. 800 Millionen Mitgliedern weltweit genutzt.

Datenschutz, schon immer ein Problem bei Facebook

Seit der Gründerzeit steht Facebook wegen der Zuordnung von Bildern und anderen Daten zu Einzelpersonen in der Kritik. Da die Facebook Inc. eine amerikanische Firma ist und Datenschutz in den Vereinigten Staaten faktisch nicht existiert, richtet sich der Umgang mit personenbezogenen Daten zunächst nach den dortigen Gegebenheiten. Aber selbst in den USA gerät Facebook immer mehr unter Druck. So will die US-Regierung Facebook dazu verpflichten, Änderungen der Privatsphären-Einstellung zukünftig nur nach vorheriger Zustimmung des Nutzers vorzunehmen. Der Hintergrund: 2009 wurden als privat gekennzeichnete Daten der Nutzer, beispielsweise Name, Wohnort, Bild, Geschlecht und andere mehr, der Öffentlichkeit preisgegeben. Facebook bewarb diese Maßnahme sogar als Vereinfachung der privaten Nutzereinstellungen.

Datenschutz, in Deutschland mit hohem Stellenwert

In Deutschland hat die Diskussion um dieses Netzwerk schon weite Kreise gezogen. So wird das Thema Datenschutz und Datensicherheit bei Facebook bereits in dem einen oder anderen Finanzblog behandelt.

Ferner warnte Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin FOCUS vor der Benutzung von Facebook. Er bezeichnete das Surfen innerhalb dieses Netzwerks als „eine risikogeneigte Tätigkeit“. Den Nutzern sei unbekannt, ob ihre Daten nach Löschung des Benutzerkontos nicht doch noch irgendwo gespeichert sind, daher warnte er vor der „Gefahr einer Schieflage“ zwischen einem Unternehmen mit weltweiten Servern und der auf Deutschland begrenzten Kontrolle der Datenschützer.

Fazit

Sozialer Netzwerke haben in der Gesellschaft durchaus positive Aspekte. Meldungen über die Finanzkrise oder Vorgänge in totalitären Staaten, als Beispiel sei hier der „Arabische Frühling“ genannt, verbreiten sich blitzschnell weltweit und das ist gut so.

Jedoch sollte sich jeder Nutzer genau überlegen, was er bei Facebook über seine Person hinterlegt, denn das Internet vergisst nichts.

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1 Kommentare.

  1. Well I guess I don’t have to spend the weekend fguiring this one out!

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